10. Todestag von Manfred Görg – 20 Jahre FREUNDE ABRAHAMS

Drei Termine im Umfeld dieses Todestages sollten Sie sich vormerken:

Manfred-Görg-Gedenkvorlesung:
„Wie ägyptisch ist das Christentum?“

Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Samstag, 17. September 2022, 18.00 Uhr (c.t.)
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Gabelsbergerstr. 35

In der Welt des Alten Orients war Ägypten mehrere Jahrtausende lang über das Niltal hinaus dominant und voller Strahlkraft. In diesem Licht und Schatten hat sich die Religion Israels formiert und konturiert, und in der Folge hat das auch im Christentum Spuren hinterlassen, die wir wieder neu lesen können und sollten.

Prof. DDr. Manfred Görg (1938-2012) hat als Alttestamentler und Ägyptologe auf diesem Gebiet Wegweisendes geleistet. Daraus schöpft Stefan Jakob Wimmer, mit dem zusammen Manfred Görg vor 20 Jahren die Gesellschaft Freunde Abrahams gegründet hat, in der 1. Manfred-Görg-Gedenkvorlesung, die an dessen 10. Todestag stattfindet.

 

Abrahamisches Friedensgebet
„In den Schuhen des Anderen“

Sonntag, 18. September 2022, 17.00 Uhr

Haus der Kulturen und Religionen München
Nazarethkirche München-Bogenhausen, Barbarossastr. 3 (Bus/U-Bahn Böhmerwaldplatz)

Das jährliche Abrahamische Friedensgebet zum Gedenken an Manfred Görg findet heuer in terminlicher Nähe von dessen 10. Todestag (17.9.2012) statt. Zum Görg-Zitat „In den Schuhen des Anderen“ werden Sapir von Abel, Peter Marinkovic und Yvonne Baur-Saleh jüdische, christliche und muslimische Impulse beitragen.

Abrahams Fest: 20 Jahre Freunde Abrahams

Sonntag, 18. September 2022, 18.00 Uhr

Haus der Kulturen und Religionen München
Nazarethkirche München-Bogenhausen, Barbarossastr. 3 (Bus/U-Bahn Böhmerwaldplatz)

Nachdem im Herbst 2001 die vereinsrechtliche Gründung erfolgt war, konnte 2002 die offizielle Auftaktveranstaltung der Gesellschaft erfolgen. „20 Jahre Freunde Abrahams“ möchten wir mit Mitgliedern und Freunden feiern, mit Essen, Trinken, Begegnung und Musik, im Zeichen von Abrahams Gastfreundschaft, von Sarahs Lachen und von Hagars Zuversicht.

Abrahamisches Friedensgebet und Abrahams Fest 2022

Wie in jedem Jahr feiern wir auch 2022 im Umfeld des Todestages unseres Gründers Professor Manfred Görg ein Abrahamisches Friedensgebet. Vertreter der abrahamischen Religionen Judentum, Christentum und Islam tragen Impulse aus ihren Religionen zu einem bestimmten Thema vor, begleitet von Musik und Gebeten. Dieses Jahr:

Abrahamisches Friedensgebet

Sonntag,  18. September 2022 um 17 Uhr
im Haus der Kulturen und Religionen München
(Nazarethkirche München-Bogenhausen, Barbarossastr. 3)

zum Thema

„In den Schuhen des Anderen  …“

Alle, die dies lesen, sind herzlich eingeladen!

Jüdische, muslimische und christliche Impulse hören wir von
Sapir von Abel, Yvonne Baur-Saleh und Peter Marinkovic.

Abrahams Fest 2022

Anschließend, gegen 18 Uhr,  feiern wir „20 Jahre Freunde Abrahams“ in den Räumen des Hauses der Kulturen und Religionen (Nazarethkirche). Lassen Sie sich darauf ein – wir bereiten Essen, Trinken, Musik und gute Begegnungen vor.

Schwerpunkt: Homosexualität und Genderidentität in den Abrahamischen Religionen

Reihe

In diesem Sommersemester gehen wir ein wichtiges Thema in mehreren Vorträgen an. Unsere Ansätze sind:

Wie lassen sich vermeintlich eindeutige Textstellen aus der Hebräischen Bibel, dem Neuen Testament und dem Koran interpretieren? Welche Haltungen nahmen vormoderne Gesellschaften zur Homosexualität ein? Sind queere Menschen in jüdischen, christlichen und islamischen Gemeinden willkommen? Diesen Fragen widmen sich die Referenten der dreiteiligen Vortragsreihe und laden zum Gedankenaustausch ein.

Alle Vorträge in Kooperation mit der Evangelische Stadtakademie München und dem Münchner Lehrhaus der Religionen.
Ort: Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München und auch online via YouTube livestream.
Kosten jeweils 7,00 €
Anmeldung auf www.evstadtakademie.de

Verbietet die Bibel Homosexualität?

Vortrag von Prof. em. Dr. Martin Ebner
Dienstag, 28. Juni 2022, 19:00 Uhr

Der Vortrag von Professor Ebner widerlegte aufs Beste den Eindruck, die Bibel sei homophobisch. Seien wir gespannt auf die Folgevorträge!

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LGBT und Q – Was sagt das Judentum dazu?

Vortrag von Rabbiner Steven Langnas
Donnerstag, 7. Juli 2022, 19:00 Uhr

Aus jüdischer Sicht wurden und werden die Aussagen der Quellen zu Homosexualität und Genderidentität unterschiedlich interpretiert und gewertet. Das betrifft nicht nur die Hebräische Bibel, sondern auch den Talmud und die umfangreiche rabbinische Literatur, und es betrifft vor allem den Umgang damit heute.

Rabbiner Steven Langnas, Initiator des Lehrhauses der Religionen in München und Lehrbeauftragter an der LMU, ordnet die Zugänge ein und verhilft zu einem angemessenen Verständnis.

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Ist Liebe haram?
Sexuelle Identitäten bei Muslim*innen in Geschichte und Gegenwart

Vortrag von Dr. Ali Ghandour
Donnerstag, 14.Juli 2022, 19:00 Uhr

Homosexualität und sexuelle Identitäten im Allgemeinen sind in vielen muslimischen Gemeinschaften ein umstrittenes und tabuisiertes Thema, und das, obwohl gleichgeschlechtliche Liebe und Sexualität kein neues Phänomen sind. Historische Berichte und zahlreiche literarische Texte zeugen von einem vielschichtigen und zweideutigen Verhältnis der Muslim*innen zur Homosexualität im Laufe ihrer Geschichte. Welche Interpretationen der normativen Quellen gab es und welche werden heute vertreten? Warum gibt es einen Kontrast zwischen Vormoderne und Moderne? Mit diesen und anderen Fragen wird sich der Vortrag von Dr. Ali Ghandour befassen, um das Verhältnis der muslimischen Traditionen und Theologien zu diesem Thema zu beleuchten.

Der muslimische Theologe Ali Ghandour ist Dozent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

HELVETIA ABRAHAMICA

ReiseBildungs- und Begegnungsreise durch die Schweiz
4.–9. September 2022

Nach entfernteren Zielen wollen wir Jüdisches, Islamisches und Religions­geschicht­liches aus dem Alten Orient nun gewis­ser­maßen vor der Haustür aufsuchen. Wir besuchen unter anderem das legendäre Zürcher Lehrhaus (jetzt: Zür­cher Institut für den interreligiösen Dialog) und das Haus der Religionen in Bern, jüdische Zufluchtsorte im Surbtal, eine außergewöhnliche Moschee und das moderne Museum für islamische Zivilisationen in La Chaux-de-Fonds, das Museum Bibel+Orient in Fribourg, die älteste Abtei Europas mit dem Grab des Heiligen Mauritius im Wallis, fahren über die Berge nach Schwyz, durch Liechtenstein und nach Hohenems im benachbarten Vorarlberg.

So kennen Sie die Schweiz noch nicht!

Wir hoffen mit dieser Reise auch Interessent*innen zu gewinnen, die an Flug- und Fernreisen nicht teilnehmen können oder möchten. Der Reisetermin wurde bewusst in die Schulferien gelegt.

Die Ausschreibung mit Programm und Reisepreis finden Sie hier: Helvetia Abrahamica 2022.
Sie wird auf Anforderung auch zugesandt. Alle Fragen gern an info@freunde-abrahams.de,
Anmeldefrist bis 15.7.2022!

Schweiz

Drei Bauten in Bayern

TagesfahrtTagesausflug nach AUGSBURG

Sonntag, 3. Juli 2022, 8:30 bis 18:30 Uhr

Im Mittelpunkt unseres diesjährigen Tagesausflugs stehen drei Bauwerke: alle drei von religiöser Natur, aber unterschiedlicher Größe, zwei jüdisch und eines jesidisch, und jedes eine Besonderheit für sich.

Ein einmaliges Denkmal jüdischen Lebens in Deutschland ist die 1914-17 erbaute Synagoge von Augsburg. Der prächtige Jugendstilbau hat die Verwüstungen der Nazibarbarei überstanden und beherbergt heute auch das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben.

Wir besuchen die Synagoge mit Museum und fahren am Nachmittag in den ehema­ligen Vorort Kriegshaber. Nachdem Juden aus der Reichsstadt Augsburg vertrieben waren, blühte dort eine jüdische Gemeinde und stellte zeitweise sogar die Mehrheit der Bevölkerung. Hier besuchen wir die kleine Synagoge aus dem 18. Jahrhundert, die – ganz anders als die große Stadtsynagoge – einen Eindruck vom schwäbischen Landjudentum vermittelt.

Zum Abschluss sehen wir dann ein erst 2019 errichtetes und in ganz Bayern bisher noch einmaliges Bauwerk: das kleine Heiligtum der jesidischen Gemeinde, das sich auf dem Augsburger Nordfriedhof befindet. Zur jesidischen Religion beachten Sie bitte unseren Begegnungsnachmittag am 23. Juli (siehe „Jesiden in München“), der sich auch im An­schluss an diesen Teil des Tagesausflugs sehr empfiehlt!

Abfahrt: 8:30 Uhr (s. t.) am Prof.-Huber-Platz (vis-à-vis LMU-Hauptgebäude)
Teilnahmekosten: 40 € (bei Stornierung ab 3.6. Stornokosten: 20 €).

Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln. Herren benötigen in den Synagogen eine Kopfbedeckung, größere Ruck­säcke sind nicht erlaubt.

Anmeldung unbedingt erforderlich per Telefon 089/1588 1260 (AB) oder E-Mail
info@freunde-abrahams.de und Überweisung von 40 Euro auf unser Konto IBAN DE79 7019 0000 0000 3165 98 (bei Überbuchung erfolgt Absage und Rückerstat­tung).

Maximal 35 Teilnehmer*innen; bei weniger als 30 behalten wir uns vor, die Fahrt anders zu organisieren. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung, damit wir ggf. umplanen können.

Für evtl. kurzfristige Kontaktaufnahme vor dem oder am Ausflugstag erreichen Sie uns unter Tel. 0177/2098325 (Dr. Wimmer).

Führung auf dem Alten Israelitischen Friedhof in München

Mit Ellen Presser, Israelitische Kultusgemeinde München & Obb.

Donnerstag, 26. Mai 2022, 15:00 Uhr (bei starkem Regen: Sonntag, 29.5.2022)
Thalkirchner Str. 240 (U3 oder Bus 54 bis Haltestelle Brudermühlstraße, zu Fuß Richtung Süden)
Teilnahmegebühr 9 €
Maximal 25 Personen; Kopfbedeckung für Herren und verheiratete Damen erforderlich.
Es gilt FFP2-Maskenpflicht, gültige Corona-Regeln sind zu beachten.

Hohe Mauern, alte Bäume, Grabsteine, die man mehr erahnt als sieht: der Alte Israelitische Friedhof in München, genutzt von 1816 bis 1907, zeugt von jüdischen Schicksalen. Lassen wir uns darüber erzählen.

Anmeldung erforderlich: info@freunde-abrahams.de oder Tel. 089/15881260 (AB)

Mitgliederversammlung 2022

Die 20. Ordentliche Mitgliederversammlung war geplant für den 15.3.2022, wird aber aufgrund der bei Redaktionsschluss noch zu erwartenden Corona-Einschrän­kungen verlegt auf:

Dienstag, 17. Mai 2022 um 19:00 Uhr
im Haus der Kulturinstitute (Katharina-von-Bora-Str. 10), Großer Hörsaal.

An die Mitglieder ergeht ein Einladungsschreiben per Post. Turnusgemäß finden Vorstandswahlen statt, wir hoffen auf Ihr reges Interesse.

The Armed Man – Eine Messe für den Frieden

von Karl Jenkins

Leitung: Andrea Fessmann

  • So 08.05.2022  17 Uhr – Gemeindezentrum Iffeldorf
  • So 15.05.2022  11 Uhr – Matinee in der neuen Isar-Philharmonie München

Dieses chorsinfonische Werk stammt von dem populären walisischen Komponisten Sir Karl Jenkins. Die Grundstimmung wurde dem französischen Lied „L’homme armé“ (Der Soldat) aus dem 15. Jahrhundert entnommen. „The Armed Man“ wurde 2000 in London uraufgeführt. Am 2. November 2018, dem 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs, dirigierte Jenkins selbst eine Aufführung mit etwa 2.000 Chorsängern aus 27 Ländern und dem World Orchestra for Peace in Berlin. Seither ist „The Armed Man“ auf dem Weg, eines der beliebtesten Stücke der heutigen Musikliteratur zu werden.

Zum Flyer geht es hier!

Gemeinsam mit Solisten und Orchester hat es der KlangKunst Chor im Oktober 2021 in Iffeldorf erfolgreich aufgeführt. Aufgrund der überwältigenden Resonanz im Publikum und daraus resultierend großer Nachfrage wird „The Armed Man“ am 8. Mai in Iffeldorf wiederholt und am 15. Mai als Matinee in Münchens Isarphilharmonie aufgeführt. Der online-Kartenvorverkauf für beide Konzerte ist hier möglich.

Kultur ist viel mehr als systemrelevant. Kultur, insbesondere die Musik, ist u. a. das Mittel der Völkerverständigung. Sergiu Celibidache prägte den Satz:

„Mich interessiert nicht, was uns trennt, mich interessiert, was uns verbindet.“

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Die Freunde Abrahams und das MFI kooperieren zusammen mit anderen Organisationen bei diesem Konzert.

Jeder nach seiner Façon

ReiheReligiöse Vielfalt in München

Die bayerische Landeshauptstadt ist nicht nur römisch-katholisch, lutherisch-evan­ge­lisch, sunnitisch-islamisch und orthodox-jüdisch. Wir möchten religiöse Grup­­pie­rungen besuchen, die weniger im Vordergrund stehen, um Einblicke über den Mainstream hinaus zu gewinnen. Bisher waren wir zu Gast bei: Bahái-Gemeinde (2007), Buddh. Zentrum Shambala (2008), russ.-orth. Kloster Hl. Hiob (2009), koptische Kirche St. Mina (2010), buddhistisches Kloster Wat Thai (2011), griech.-orth. Allerheiligenkirche (2012), ukrai­nisch-griechisch-katholische Ka­thedrale Maria Schutz (2012), Evangelisch reformierte Gemeinde (2013), Sikhs (2014), Ahmadiyya (2014), Mennoniten (2015), Assyrische Kirche des Ostens (2015), Quäker (2017), Universal Peace Federation (2019), Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (2021). Wir setzen die Reihe fort mit:

Jesiden in München

Samstag, 23. Juli 2022, 19:00 Uhr, Nazarethkirche

Die alte orientalische Religionsgemeinschaft der Jesiden oder Eziden (wie sich selbst bevorzugt nennen) wurde bei uns als Opfer eines schrecklichen Genozids durch die Terrorgruppe Da’esh (sog. „I.S.“) bekannt. Geflüchtete kamen auch nach München, haben aber bis heute hier keine eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung.

Im Oktober 2021 konnte eine Gruppe der Freunde Abrahams im Norden des Irak das eindrucksvolle Hauptheiligtum Lalish (siehe Rückblick Kurdistanreise) besuchen und war, während eines Feier­tages, von der bunten Vielfalt des trubligen Lebens dort beeindruckt.

Um mehr über die Religionsgemeinschaft zu erfahren und um auch persönliche Kontakte zu knüpfen, laden wir, die Freunde Abrahams, Mitglieder der Ezidischen Gemeinde zum Kennenlernen zu einem Abendessen im „Haus der Religionen und Kulturen“ (Nazarethkirche) ein.

Bei unserem Tagesausflug nach Augsburg wollen wir das bisher einzige jesidische Bauwerk in Bayern besuchen: ein den Mausoleen im Irak nachgebildeter kleiner Spitzturm auf dem Augsburger Nordfriedhof.

Anmeldung erforderlich unter info@freunde-abrahams.de oder 089/1588 1260 (AB).