Mitgliederversammlung 2020

Die 18. ordentliche Mitgliederversammlung hätte am 19. März 2020 stattfinden sollen. Wenige Tage zuvor wurde klar, dass das nicht mehr möglich sein würde. Um die Mitgliederversammlung noch in diesem Jahr anbieten zu können, haben wir sie nun bis zum Dienstag, 8. Dezember 2020 schriftlich durchgeführt.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für die hohe Beteiligung an den notwendigen Abstimmungen!

Über die Mitgliederversammlung für 2021 informieren wir Sie in der nächsten Ausgabe der Abrahams Post Anfang 2021.

Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden Abrahams ein gutes und gesundes neues Jahr.

Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie

Der Jude Jesus – eine Heimholung

Buchvorstellung und Gespräch mit Rabbiner Walter Homolka

Dienstag 1.12.2020 19 Uhr (Nachholtermin von Mai 2020)
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8 € (erm. 7 €)

Trotz der christlichen Unterdrückung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit ihm auseinander. Walter Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiösen wie kulturellen Kontext. Im Zentrum der Beschäf­tigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizität und Augenhöhe. Umgekehrt fordert die Verankerung Jesu im Judentum die Christen heraus, ihre Christologie in neuem Verständnis zu formulieren. Wir stellen Walter Homolkas neues Buch in der Woche vor der Eröffnung der Passionsspiele Ober­ammer­gau vor.

Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka ist geschäftsführender Direktor der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie in Kooperation mit der Liberalen Jüdi­schen Gemeinde München Beth Shalom, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und den Freunden Abrahams. Online-Veranstaltung: Anmeldung unter info@evstadtakademie.de oder Tel. 089/5490270.

Besuch im Erzbischöflichen Palais: Leider Absage!!!

Mittwoch, 18. November 2020, 10.00 Uhr und 11.00 Uhr
Treffpunkt: Literaturhaus, Salvatorplatz 1, vor der Brasserie OskarMaria
Teilnahmegebühr: 8,- Euro

Das Erzbischöfliche Palais, das Palais Holnstein an der Kardinal-Faulhaber-Str. 7, ist seit 1821 Dienstsitz der Erzbischöfe von München und Freising. Wir hatten noch vor dem Corona-Ausbruch eine Führung durch das Gebäude für die Freunde Abrahams für diesen Herbst vereinbart. Ingrid Kubillius M.A. wird uns durch die sonst nicht öffentlich zugänglichen Innenräume führen. (Eine Begegnung mit Kardinal Marx ist nicht vorgesehen.) Aktuell kann der Termin bestätigt werden, jedoch in zwei getrennten Kleingruppen von je max. 10 Personen.

Bitte melden Sie sich unbedingt per Email (info@freunde-abrahams.de) oder Tel. (089/15881260, AB) an und geben Sie an, ob Sie den Termin um 10.00 Uhr oder um 11.00 Uhr bevorzugen. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt.

Adam, wo bist du? Livestreaming!

Im Begleitprogramm zur Kunstinstallation ADAM, WO BIST DU? von Ilana Lewitan im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst (31.3. – 10.1.2021) wird ein weiterer Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer per Livestreaming angeboten:

Hebräisch ist Aramäisch

26.11.2020, Achtung: Bereits um 14 Uhr!

Bevor Arabisch diese Rolle übernahm, war Aramäisch tausend Jahre lang die beherrschende Sprache des Vorderen Orients. In einigen Sprachinseln in Syrien, Irak, in der Osttürkei, aber auch in Israel wird es noch gesprochen und bleibt in der Liturgie orientalischer Kirchen konserviert. Aber auch für das Judentum ist Ara­mäisch, als gesprochene Sprache in der Zeit des Zweiten Tempels und als dominan­tes Medium des Talmud von bleibend hoher Relevanz. Die hebräische Sprache wird genau genommen heute in aramäischer Schrift geschrieben, wiewohl wir die Schrift als „hebräisch“ wahrnehmen. Und ihre Wurzeln hat auch diese Schrift in den ägyptischen Hieroglyphen. Identitäten waren eben schon immer fließend, nicht nur im Orient.

Anmeldung zum Livestreaming unter buchungen@smaek.de. Über den YouTube-Kanal des Museums bleibt der Vortrag im Anschluss dauerhaft verfügbar.

Reise: Durchs friedliche Kurdistan

ReiseDie Autonome Region Kurdistan im Nord-Irak

Neuer Termin: 2. bis 9. Oktober 2021

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Mit der nächsten Reise nähern wir uns der Urheimat Abrahams! Während der größere Teil des Irak bis heute noch nicht wieder problemlos für Touristen zugänglich ist, herrschen in der Kurdischen Autonomie­region im Nordosten des Landes schon seit Jahren friedliche, stabile und wirt­schaftlich wie kulturell ermutigende Verhältnisse. Selbst das Wüten von „Da’esh“ (dem so genannten „I.S.“) konnte von der Region fernge­hal­ten werden; Kurdistan hat dafür aus den benachbarten Regionen zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen.

Die Agentur Al-Sharq (Berlin) mit jahrelanger Erfahrung in der Durchführung von Gruppenreisen nach Irakisch Kurdistan organisiert für uns das Reiseprogramm. Höhe­punkte werden sein: die historisch eindrucksvolle Hauptstadt Erbil, die pulsierende Metropole Sulaimaniyeh, das Hauptheiligtum der Jesiden in Lalesh, orientalisch-christliche Kirchen, jüdisches Erbe, archäologische Stätten (Reich von Mitanni), der Tigrisstaudamm sowie zahlreiche Begegnungen und Gespräche zur aktuellen Entwicklung Kurdistans, zur Situation der Frauen, der Minderheiten, und zur humanitären Situation der jesidischen und anderer Flüchtlinge.

Über die Reisen von Al-Sharq wurde unter anderem in der Süddeutschen Zeitung berichtet. Und besonders verweisen möchten wir auf den Bericht unseres verstor­benen Kuratoriumsmitglieds Rupert Neudeck: „Der einzige Staat mit Ko­existenz für alle Religionen ist noch keiner. Impressionen und Erfahrungen aus dem nord­irakischen Kurdistan“, in der ABRAHAMS POST Frühjahr/Sommer 2015.

Melden Sie Ihr Interesse (falls nicht schon bei der Planung 2020 geschehen) bitte baldmöglichst an, wie üblich unter 089 / 15 88 12 60 (AB) oder info@freunde-abrahams.de! Die vollständige Reiseausschreibung 2020 finden Sie zu Ihrer Kenntnisnahme hier.

Hass und Hetze in Heiligen Schriften?

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19.30 Uhr
Münchner Forum für Islam (MFI), Hotterstr. 16

In einer Zeit, in der Hass und Hetze unverhohlen zuzunehmen scheinen, nehmen auch religiöse Fundamentalisten bisweilen Bezug auf ihre jeweiligen Heiligen Schriften, um Konfrontation gegen andere zu rechtfertigen. Und in der Tat lassen sich in den Schriften des Alten und des Neuen Testaments, des Korans, aber auch im Talmud, in den Schriften der Kirchenväter oder Martin Luthers und in Aussagen des Propheten Mohammed Inhalte finden, die verstören.

Wie können wir mit solchen Texten umgehen, auch dann, wenn wir als Gläubige in Bibel oder Koran das Wort Gottes erkennen, das wir nicht verkürzen, zensieren oder verändern können? Anstatt sie stillschweigend auszublenden, sollten wir uns mit diesen Stellen befassen.

Veranstalter: Domberg-Akademie – Stiftung Erwachsenenbildung der Erzdiözese München und Freising, in Kooperation mit dem Münchner Forum für Islam und den Freunden Abrahams.

Anmeldung unbedingt erforderlich unter info@domberg-akademie.de.

Abrahams Familie(n) – leider Absage wegen Lockdown

geplant für Mittwoch, 27. Januar 2021, 19.00 Uhr – ein neuer Termin wird für Sommer 2021 gesucht.
Pfarrsaal St. Margaret, Margaretenplatz 5 c in München-Sendling

(U6 Harras, Bus 53, 132)

Ein interaktiver Abend mit Matthias Hofmann, Dipl.-Ing. (FH), Sachverständiger, Meditationsanleiter, Heilpraktiker für Psychotherapie, Mitglied der Freunde Abrahams

Die moderne Patchwork-Familie hat einen prominenten Vorläufer. Abraham hatte mit Sara und Isaak sowie Hagar und Ismael zwei Familien einschließlich des zugehörigen Streitpotenzials. An diesem Abend wollen wir die unterschiedlichen Erzähl­weisen von Bibel und Koran zur Sprache kommen lassen und mit dem Stilmittel des Bibliologs in die Texte eintauchen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis 20.1.2021 unter 089/15881260 (AB) oder info@freunde-abrahams.de.

Evangelische Stadtakademie Herbst 2020

Wir empfehlen die folgenden zwei Veranstaltungen:

Gottes falsche Anwälte. Der Verrat am Islam

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Donnerstag, 10. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Präsenzveranstaltung mit gleichzeitigem Livestream
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: Präsenz-Ticket: 8,00 € / Stream-Ticket: 8,00 €

Der Islam in seiner gegenwärtigen Gestalt ist nach Mouhanad Khorchide eine korrumpierte Version seiner ursprünglichen Intention. Bereits in der islamischen Frühgeschichte, während der ersten Machtkämpfe um das Kalifat, geriet er in den Händen der Herrschenden zu einem Machtinstrument, das in alle Bereiche des Lebens hineinreichte: in die Bildungsinstitutionen, in die Moscheen, in die Familien, ja in die Köpfe der Menschen. Eine Fehlentwicklung, die auch heute in unserer Gesellschaft deutliche Spuren hinterlässt. Wie kam es dazu und wie kann dieser Entwicklung entgegengetreten werden?

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Soziologe, Islamwissenschaftler und Religions­päda­goge, Professor für islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie in Kooperation mit Freunde Abrahams e. V., Münchner Forum für Islam, Erzdiözese München und Freising – Fachbereich Dialog der Religionen, Stiftung für Spiritualität und interreligiösen Dialog.

Bitte beachten Sie die Anmeldemodalitäten der Evangelischen Stadtakademie!

 

Der Koran
Erfahrungen mit einem herausfordernden Buch

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel
Dienstag, 17. November 2020, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8 €

Der Koran: für Christen das unbekannte Buch? Wie die Bibel für die Muslime? Dabei zeigt bereits eine oberflächliche Durchsicht durch den Koran, dass hier in weiten Passagen Überlieferungen aufgenommen und neu interpretiert werden, die Juden und Christen aus ihren Heiligen Schriften kennen. Zwar werden diese Überliefe­run­gen in jeder Religion je eigen gedeutet, bilden aber eine entscheidende Grundlage für ein interreligiöses Gespräch, bei dem es um die Unterschiede genauso gehen muss wie um die Gemeinsamkeiten.

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel, Universität Tübingen, ist einer der heute führenden Theologen im interreligiösen Gespräch, Autor von „Die Bibel im Koran“ (2017) und Kuratoriumsvorsitzender der Freunde Abrahams.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie in Kooperation mit Freunde Abrahams e. V., Münchner Forum für Islam, Chaverim e. V., FB Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat, Stiftung für Spiritualität und interreligiösen Dialog.

Kreis der Religionen 2020

geplant für Samstag, 10. Oktober 2020, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr,
vor St. Ursula, Kaiserplatz 1, Schwabing – muss leider ausfallen!

(Bus 59 Friedrichstraße oder U3/U6, Bus 53, 54 Münchner Freiheit)

Der Kreis der Religionen präsentiert sich jedes Frühjahr auf dem „Corso Leopold“. Da das Kulturfestival in diesem Jahr entfallen musste, lädt die Pfarrgemeinde St. Ursula die Religionsgemeinschaften auf ihren schönen Vorplatz ein. Die Veranstal­tung steht unter dem Motto „Vielfalt der Religionen und Kulturen in München“. Es erwartet Sie Rembetiko-Musik der griechisch-orthodoxen Allerheiligenkirche, eine Tanzvorführung des buddhistischen Wat-Thai-Tempels und ein Bibel-Koran-Quiz der Freunde Abrahams. Beteiligen Sie sich gerne an der offenen Diskussionsrunde zum Thema „Alltagsrassismus“, unter anderem mit der Journalistin Nabila Abdel Aziz von der BR-Redaktion „Religion und Orientierung“.

König Herodes am Toten Meer

Biblische Archäologie in Jordanien

Vortrag mit Bildern von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
(Wiederholung des Vortrags vom 21.1.2020 in der Christuskirche München)

Neuer Termin: Mittwoch, 3. Februar 2021, 19.30 Uhr
Pfarrsaal Christkönig
Kirchenstr. 26, 83098 Brannenburg-Degerndorf

Am jordanischen Ufer des Toten Meeres entspringen heiße Thermalquellen, die man schon im Altertum zu nutzen wusste. König Herodes I. ließ sich in dem damals Kallirrhoe („Schönbrunn“) genannten Areal eine palastartige Villa für den Kurbadebetrieb errichten. Vor 30 Jahren grub das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes die herodianischen Anlagen aus. Zum Jubiläum ruft Prof. Stefan Jakob Wimmer, der damals leitend beteiligt war, die Ergebnisse aus der Zeit Jesu in Erinnerung und berichtet von der archäologischen Arbeit am tiefsten Punkt der Erde, von Beduinen und Bauern, von üppiger Vegetation bei extremer Trockenheit in einer damals noch fast unberührten Region.

Veranstalter: Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach, Ev. Kirchengemeinde Brannen­burg, Bildungswerk Rosenheim, Ev. Bildungswerk Rosenheim-Ebersberg

Anmeldung erforderlich über das Bildungswerk Rosenheim:
info@bildungswerk-rosenheim.de, Tel. 08031-23072-10