Fragebogen zum interreligiösen Dialog

Uns wurde die folgende Aktion zur Kenntnis gebracht: Alexandra Morath schreibt in Zusammenarbeit mit der ELKB an einer Promotion über den interreligiösen Dialog, mit speziellem Augenmerk auf die gesellschaftliche Situation in Zeiten des Corona-Virus. Dazu hat sie einen Fragebogen Interreligiöser Dialog Online“ erarbeitet, den wir hiermit gern an unsere Besucher*innen weitergeben (die den Link auch ihrerseits weitergeben können!). Wir bitten im Namen Alexandra Moraths um Ihre Aufmerksamkeit und ein paar Minuten Ihrer Zeit und bedanken uns, ebenfalls in ihrem Namen, für Ihre Mithilfe.

Die Doktorandin schreibt über sich selbst: „Mein Name ist Alexandra Morath, ich habe in Erlangen, München und Wien evangelische Theologie studiert, habe mich aber schon während des Studiums sehr zu den Religionswissenschaften hingezogen gefühlt. Der religionswissenschaftliche Ansatz und das Öffnen gegenüber Perspektiven anderer Religionen ist mir sehr wichtig geworden. Nach meinen Auslandsaufenthalten, u. a. auch im Oman, habe ich den Entschluss gefasst, meine Forschungen auf den interreligiösen Dialog zu fokussieren. Nach dem Examen ging ich also nicht ins Vikariat, sondern befasse mich nun mit den Perspektiven und Standpunkten des interreligiösen Dialoges und im Besonderen, wie diese zu einer friedlichen Weltgemeinschaft beitragen können. Seit Februar 2017 arbeite ich an der Dienststelle des Islam- und Dialogbeauftragten der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.

Mein erstes Promotions-Projekt musste ich nun Corona-bedingt leider abbrechen und orientiere mich neu – unter Berücksichtigung der aktuellen Lage –  auf die Möglichkeiten des Dialoges, die sich nun ins Internet verlagern (müssen).

Dies bietet zum einen ein neues Publikum, aber schafft auch die Notwendigkeit, alte Strukturen zu überdenken und sich auf die Suche nach neuen Möglichkeiten zu machen.“

Das Promotionsprojekt wird betreut von Prof. Dr. Claudia Jahnel, Interkulturelle Theologie und Körperlichkeit, Evangelisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum.

Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie

Der Jude Jesus – eine Heimholung

Buchvorstellung und Gespräch mit Rabbiner Walter Homolka

Dienstag 1.12.2020 19 Uhr (Nachholtermin von Mai 2020)
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8 € (erm. 7 €)

Trotz der christlichen Unterdrückung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit ihm auseinander. Walter Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiösen wie kulturellen Kontext. Im Zentrum der Beschäf­tigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizität und Augenhöhe. Umgekehrt fordert die Verankerung Jesu im Judentum die Christen heraus, ihre Christologie in neuem Verständnis zu formulieren. Wir stellen Walter Homolkas neues Buch in der Woche vor der Eröffnung der Passionsspiele Ober­ammer­gau vor.

Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka ist geschäftsführender Direktor der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie in Kooperation mit der Liberalen Jüdi­schen Gemeinde München Beth Shalom, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und den Freunden Abrahams. Online-Veranstaltung: Anmeldung unter info@evstadtakademie.de oder Tel. 089/5490270.

Mitgliederversammlung 2020

Die 18. ordentliche Mitgliederversammlung hätte am 19. März 2020 stattfinden sollen. Wenige Tage zuvor wurde klar, dass das nicht mehr möglich sein würde. Um die Mitgliederversammlung noch in diesem Jahr anbieten zu können, werden wir sie nun bis zum Dienstag, 8. Dezember 2020

schriftlich durchführen und bitten um hohe Beteiligung an den notwendigen Abstimmungen.

Die Mitglieder werden brieflich eingeladen. Bitte beachten Sie die Berichte und Abstimmungen!

Über die Mitgliederversammlung für 2021 informieren wir Sie in der nächsten Ausgabe der Abrahams Post Anfang 2021.

Manfred-Görg-Preis 2021

Im Jahr 2021 wird zum dritten Mal der nach dem Gründer der Freunde Abrahams benannte Manfred-Görg-Preis verliehen. Bewerbungen aus dem universitären Umfeld sind ab sofort (bis 11. April 2021) möglich – lesen Sie die Ausschreibungsdetails.

Wintersemester 2020/21

Wir haben beschlossen, unsere Planungen im Herbst-/Winter­semester 2020/21 auf wenige Veranstaltungen zu reduzieren, und zwar auf solche, die uns ganz besonders am Herzen liegen – auch wenn unter bestimmten Voraus­setzungen inzwischen wieder mehr Veranstaltungen möglich wären. Alle Ankündigungen von Veranstaltungen der Freunde Abrahams stehen bis auf weiteres Corona-bedingt unter VORBEHALT. Bitte beachten Sie gegebenenfalls zeitnah Aktuali­sierungen auf unserer Website oder fragen Sie telefonisch nach: 089/15881260 (AB). Wir informieren kontinuierlich per Rundmail.

Für Veranstaltungen anderer Träger, die in diesem Heft angekündigt werden, informieren Sie sich bitte ggf. beim jeweiligen Veranstalter

Bringen Sie zu allen Veranstaltungen Mund- und Nasenschutz mit und beachten Sie die aktuell üblichen Abstands- und Hygieneregelungen.

Reise: Durchs friedliche Kurdistan

ReiseDie Autonome Region Kurdistan im Nord-Irak

Neuer Termin: 2. bis 9. Oktober 2021

———————

Mit der nächsten Reise nähern wir uns der Urheimat Abrahams! Während der größere Teil des Irak bis heute noch nicht wieder problemlos für Touristen zugänglich ist, herrschen in der Kurdischen Autonomie­region im Nordosten des Landes schon seit Jahren friedliche, stabile und wirt­schaftlich wie kulturell ermutigende Verhältnisse. Selbst das Wüten von „Da’esh“ (dem so genannten „I.S.“) konnte von der Region fernge­hal­ten werden; Kurdistan hat dafür aus den benachbarten Regionen zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen.

Die Agentur Al-Sharq (Berlin) mit jahrelanger Erfahrung in der Durchführung von Gruppenreisen nach Irakisch Kurdistan organisiert für uns das Reiseprogramm. Höhe­punkte werden sein: die historisch eindrucksvolle Hauptstadt Erbil, die pulsierende Metropole Sulaimaniyeh, das Hauptheiligtum der Jesiden in Lalesh, orientalisch-christliche Kirchen, jüdisches Erbe, archäologische Stätten (Reich von Mitanni), der Tigrisstaudamm sowie zahlreiche Begegnungen und Gespräche zur aktuellen Entwicklung Kurdistans, zur Situation der Frauen, der Minderheiten, und zur humanitären Situation der jesidischen und anderer Flüchtlinge.

Über die Reisen von Al-Sharq wurde unter anderem in der Süddeutschen Zeitung berichtet. Und besonders verweisen möchten wir auf den Bericht unseres verstor­benen Kuratoriumsmitglieds Rupert Neudeck: „Der einzige Staat mit Ko­existenz für alle Religionen ist noch keiner. Impressionen und Erfahrungen aus dem nord­irakischen Kurdistan“, in der ABRAHAMS POST Frühjahr/Sommer 2015.

Melden Sie Ihr Interesse (falls nicht schon bei der Planung 2020 geschehen) bitte baldmöglichst an, wie üblich unter 089 / 15 88 12 60 (AB) oder info@freunde-abrahams.de! Die vollständige Reiseausschreibung 2020 finden Sie zu Ihrer Kenntnisnahme hier.

Nymphenburger Gespräche 2020

Nymphenburger Gespräche - Plattform für DialoSeit 2007 finden im Rahmen der NYMPHENBURGER GESPRÄCHE Veranstaltungen zum interkulturellen und interreligiösen Dialog statt. Sie werden unter der Schirmherrschaft S.K.H. Herzog Franz von Bayern von Mitgliedern des Interkulturellen Dialogzentrums München (IDIZEM), der Freunde Abrahams, der Evangelischen Stadtakademie und Pax Christi organisiert.

Aktuell ist geplant:

Das verfallene Haus des Islam
Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt

Neuer Termin: Donnerstag, 12. November 2020, 19.00 Uhr
Präsenzveranstaltung mit gleichzeitigem Livestream
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr (Präsenz wie auch Stream): 8 €

Das „Haus des Islam“ ist vielerorts zum Haus von Krieg, Terror, wirtschaftlicher Stagnation und Diktatur geworden. Ruud Koopmans zeigt auf breiter empirischer Grundlage und durch den systematischen Vergleich von muslimischen und nichtmuslimischen Ländern und Migrantengruppen, wie die islamische Welt einerseits und Muslime im Westen andererseits bezüglich Demokratie, Bildung und wirtschaftlicher Lage immer weiter ins Hintertreffen geraten. Er richtet sich gegen islamkritische Pauschalurteile, macht aber deutlich, dass sich die Hoffnung vieler Muslime auf Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand nur durch eine konsequente Zurückdrängung des Islamismus erfüllen kann.

Prof. Dr. Ruud Koopmans
Direktor der Abteilung „Migration, Integration, Transnationalisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin sowie Professor für Soziologie und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Margret Spohn  
Dipl. Soziologin, Dipl. Interkulturelle Pädagogin, Promotion im Bereich der Migrationssoziologie, Leiterin des Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt der Stadt Augsburg

Mehmet Pekince
Nymphenburger Gespräche

Bitte beachten Sie die Anmeldemodalitäten unter www.evstadtakademie.de

Weitere Termine werden ggf. auf www.nymphenburger-gespraeche.de bekannt gegeben. Wir informieren Sie auch per Rund­mail.