Abrahamisches Friedensgebet und Manfred-Görg-Preis 2021

Sonntag, 19. September 2021 15:00 Uhr bzw. 16:30

Die Gesellschaft Freunde Abrahams verleiht 2021 zum dritten Mal den
Manfred-Görg-Preis für religionsgeschichtliche Forschung und interreligiösen Dialog
unter dem Motto:  „Religion verpflichtet zur Offenheit!“.

Der Seniorpreis 2021 geht an
Pfarrerin Jutta Höcht-Stöhr
bis 1.3. 2021 Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München
Jutta Höcht-Stöhr hat in den Jahren ihres Wirkens als Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München im interreligiösen Dialog einen maßgeblichen Eckstein der Erwachsenenbildung gesehen und verwirklicht. Sie hat in besonderer Weise die Vernetzung von Menschen und Institutionen in München vorangetrieben, die an einem gedeihlichen Miteinander auf Augenhöhe interessiert sind, und so eine Grundlage mit geschaffen, auf die diese sich weiterhin dankbar stützen können.

Der Juniorpreis 2021 geht an
Dr. Daniel Maier
für seine Dissertation „Auf der Suche nach dem biblischen Glück – Konzepte eines guten Lebens in der Literatur des Zweiten Tempels und den neutestamentlichen Schriften“.
In seiner Dissertation, die 2020 an der LMU eingereicht und mit „summa cum laude“ bewertet wurde, verbindet Dr. Maier ein religionsgeschichtliches Forschungsinteresse mit Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Judentum und Christentum. Damit greift er in akademisch herausragender Weise Anliegen der Freunde Abrahams auf und knüpft an das Vermächtnis von Manfred Görg an.

Die Preisverleihung wird stattfinden am
Sonntag, 19. September 2021
im Haus der Kulturen und Religionen München

(Nazarethkirche München-Bogenhausen) Barbarossastr. 3, 81677 München15:00 Uhr  „Abrahamisches Friedensgebet“ zum Gedenken an Manfred Görg mit jüdischen, christlichen und muslimischen Impulsen zum Thema „Religion verpflichtet zur Offenheit“

16:30 Uhr  Festakt mit Preisverleihung

Nein zu Hass und Hetze – Gemeinsam gegen Islamfeindlichkeit!

Vortrag von Dr. Andreas Renz und Hajer Dhahri

Neuer Termin: Donnerstag, 15. Juli 2021, 19.00 Uhr
Neuer Ort: Nazarethkirche, München-Bogenhausen, Barbarossastr. 3, www.nazareth-projekt.de

Teilnahmegebühr: 7 €

Erschreckend viele Menschen stehen dem Islam und muslimischen Gläubigen mit Angst und Vorurteilen gegenüber, die nicht selten auch in Hass und Gewalt umschlagen. Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik und Hetze? Was kann man gegen die Islamfeindlichkeit tun? Der Gesprächskreis Christen und Muslime des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hat dazu ein Positionspapier veröffentlicht. Andreas Renz hat das Papier mitverfasst und stellt es vor. Die Münchner Muslima Hajer Dhahri wird als Koreferentin von ihren eigenen Erfah­rungen mit Diskriminierung berichten.

Anmeldung: info@freunde-abrahams.de oder Anrufbe­antworter (089/1588 1260).

Ihr sollt ein Segen sein

Vor kurzem erschütterte viele Menschen eine vatikanische Verlautbarung, homosexuellen Paaren den Segen zu verweigern mit der Begründung, Homosexualität sei Sünde. Nun freuen wir uns sehr, dazu eine Stellungnahme des katholischen Bibelwerks sowie des Theologen Thomas Hieke (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) zur Kenntnis bringen zu können.

Professor Hieke schreibt in seinem Blog (http://blog.thomashieke.de) am 15. März 2021:

Die Glaubenskongregation behauptet, die Kirche habe keine Vollmacht, homosexuelle Paare segnen zu können, so die Meldung auf katholisch.de. Diese Behauptung ist ein Irrtum, ebenso wie die entsprechenden Passagen im Katechismus der Katholischen Kirche, die eine homosexuelle Partnerschaft als “objektiv ungeordnet” bezeichnen (KKK 2357). Die Katholische Kirche wird ihre Haltung zu Menschen mit homosexueller Identität ändern. Früher oder später. Aus der Geschichte weiß man, dass es manchmal lange dauert, bis falsche Lehren der Kirche berichtigt werden. Aber manches müsste einfach schneller gehen … Derartige Schreiben aus Rom werden später den gleichen Rang in der Peinlichkeit haben, wie man heute schon auf manche “Responsen” aus der frühen Neuzeit herabschaut.

Bereits im Jahr 2019 hat Professor Hieke dazu einen Artikel für die Zeitschrift Publik Forum erarbeitet, den wir mit seiner freundlichen Erlaubnis hier allen Interessierten zur Verfügung stellen:
http://blog.thomashieke.de/blog/bibel-und-homosexualitat/aber-in-der-bibel-steht-doch/

Das Bibelwerk verweist in https://www.bibelwerk.de/verein/nachrichten/neuigkeiten/2021/default-95558388f2-1 auf genau diesen Artikel von Professor Hieke und schließt mit dem Satz, den wohl niemand bestreiten mag:

„Wir sind […] davon überzeugt, dass der Spender des Segens immer Gott selbst ist“

 

Papstreise in den Irak

Von unseren Medien wenig beachtet, aber ein großer Schritt in eine interreligiöse Zusammenarbeit: Die unerwartete Reise des Papstes Franziskus in den Irak. Professor Stefan J. Wimmer hat sie genau verfolgt und im Sinne abrahamischen Dialogs ausgewertet. Lesen Sie hier seinen Artikel und sehen Sie Fotos von dieser bemerkenswerten Reise sowie Predigt- und Gebetstexte des Papstes: Auf Abrahams Spuren

Haus der Kulturen und Religionen in München

Das ambitionierte Projekt eines Hauses der Kulturen und Religionen, in dem Austausch, gemeinsames Lernen und zukünftig auch kulturübergreifendes Wohnen Studierender möglich sein soll, geht in seine erste praktische Phase. Für ein Jahr wird ein Probelauf in den Räumen der Nazarethkirche in München-Bogenhausen (www.nazareth-projekt.de) aufgenommen. Eröffnungstermin war der 1. März 2021 .

Die Freunde Abrahams, Mitglied im Trägerverein Haus der Kulturen und Religionen, wünschen diesem Projekt Gelingen, Erfolg und gute Akzeptanz in Bogenhausen und München. Wir beabsichtigen, im Rahmen dieser Einrichtung auch Veranstaltungen anzubieten.

Mehr zum Projekt unter hdkrm.org!

Neue Äbtissin in der Abtei Venio

Mit Freude vermelden (auch) wir, dass unsere langjährige Kooperationspartnerin und auch unser Mitglied, die Abtei Venio in München, eine neue Äbtissin gewählt hat. In der Abrahams Post Heft 1/21 steht es als  „Gute Nachricht“:

Die Gute Nachricht

Am 13. Februar wurde Schwester Francesca Šimuniová OSB von Kardinal Reinhard Marx zur neuen Äbtissin der Abtei Venio geweiht. Sie folgt damit auf Schwester Carmen Tatschmurat. Die gebürtige Tschechin ist nicht nur international erfahren – ihre Biografie weist Stationen in Deutschland, Dänemark und Sibirien auf –, sondern ihr liegt auch die Ökumene sehr am Herzen. Und was uns als Freunde Abrahams besonders freuen dürfte: Schwester Francesca hat von 2003 bis 2020 in Prag das tschechische Landesbüro der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF – https://www.asf-ev.de) geleitet. ASF setzt sich bekanntermaßen gegen jede Form der Diskriminierung und speziell auch für die Verständigung zwischen Juden und Christen ein und entsendet jedes Jahr junge Freiwillige in Länder, deren jüdische Bevölkerung besonders unter der Schoah zu leiden hatte. Wir wünschen Sr. Francesca für ihre neue Aufgabe von Herzen alles Gute und Gottes Segen – und freuen uns auf Gelegenheiten zur ökumenischen wie interreligiösen Begegnung!

Und wer sie ein wenig kennenlernen will, sei auf dieses Video verwiesen:

20 Jahre Blätter Abrahams

Die Gesellschaft der Freunde Abrahams wird 20, und ebenso gibt es nun 20 Ausgaben der Blätter Abrahams. Sie sind als gedrucktes Heft zu beziehen über unsere Geschäftsstelle, können aber – und das ist neu – auch artikelweise als pdf abgerufen werden. Alles dazu finden Sie auf der Seite Blätter Abrahams.

Das Jahr 2021

Bis sich die Gesundheitssituation entspannt hat, werden wir in den jeweiligen Semestern weniger Veranstaltungen anbieten, und zwar solche, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Alle Ankündigungen von Veranstaltungen der Freunde Abrahams stehen bis auf weiteres Corona-bedingt unter VORBEHALT. Bitte beachten Sie gegebenenfalls zeitnah Aktuali­sierungen auf unserer Website oder fragen Sie telefonisch nach: 089/15881260 (AB). Wir informieren kontinuierlich per Rundmail.

Für Veranstaltungen anderer Träger, die in diesem Heft angekündigt werden, informieren Sie sich bitte ggf. beim jeweiligen Veranstalter

Bringen Sie zu allen Veranstaltungen den vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz mit und beachten Sie die aktuell üblichen Abstands- und Hygieneregelungen.

Reise: Durchs friedliche Kurdistan

ReiseDie Autonome Region Kurdistan im Nord-Irak

Neuer Termin: 2. bis 9. Oktober 2021

Mit der nächsten Reise nähern wir uns der Urheimat Abrahams! Während der größere Teil des Irak bis heute noch nicht wieder problemlos für Touristen zugänglich ist, herrschen in der Kurdischen Autonomie­region im Nordosten des Landes schon seit Jahren friedliche, stabile und wirt­schaftlich wie kulturell ermutigende Verhältnisse. Selbst das Wüten von „Da’esh“ (dem so genannten „I.S.“) konnte von der Region fernge­hal­ten werden; Kurdistan hat dafür aus den benachbarten Regionen zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen.

Unser verstorbenes Kuratoriumsmitglieds Rupert Neudeck hatte in der ABRAHAMS POST Frühjahr/Sommer 2015 von einer Erkundungsreise berichtet: „Der einzige Staat mit Koexistenz für alle Religionen ist noch keiner. Impressionen und Erfah­rungen aus dem nordirakischen Kurdistan“.

Die Agentur Al-Sharq (Berlin) mit jahrelanger Erfahrung in der Durchführung von Gruppenreisen nach Irakisch Kurdistan organisiert für uns das Reiseprogramm. Über die Reisen von Al-Sharq wurde u. a. in der Süddeutschen Zeitung berichtet.

Höhepunkte werden sein: die historisch eindrucksvolle Hauptstadt Erbil, die pulsierende Metropole Sulaimaniyeh, das Hauptheiligtum der Jesiden in Lalesh, orientalisch-christliche Kirchen, jüdisches Erbe, archäologische Stätten (Reich von Mitanni), der Tigrisstaudamm sowie zahlreiche Begegnungen und Gespräche zur aktuellen Entwicklung Kurdistans, zur Situation der Frauen, der Minderheiten, und zur humanitären Situation der jesidischen und anderer Flüchtlinge.

Die Reise wird geplant für 2. – 9. Oktober 2021. Ob sie durchgeführt werden kann, steht nicht fest. Sie ist aktuell ausgebucht, melden Sie ggf. Interesse an. Wir führen eine Warteliste und werden Sie auch kontaktieren, falls der Reisetermin verschoben werden muss.

Der (auch zur Vorbereitung) schon für Juni 2020 angekündigte Vortrag

Geschichte und Erbe der Juden in Kurdistan-Irak
von Magdalena Nauderer

wird für September 2021 geplant. Die Ankündigung erfolgt in der Abrahams Post Herbst/Winter 2021/22.