Wie sich der Islam in Deutschland verwandelt

Tod, Bestattungskultur und Jenseitsvorstellungen

Beispiele für die lebendige Dynamik von Religion

Vortrag von Erdoğan Karakaya M.A., Islamwissenschaftler, Eugen-Biser-Stiftung

Dienstag, 27.02.2018, 19.00 Uhr
Ort: Evangelische Stadtakademie München, € 8,- / erm. 7,-

Längst ist Deutschland der Lebensmittelpunkt für mehr als vier Millionen Musliminnen und Muslime geworden. Nicht selten führt für die Gläubigen unter ihnen das Leben in einer wertepluralen Gesellschaft auf der einen Seite zu neuen Herausforderungen, auf der anderen Seite aber auch zu fruchtbaren kulturellen Austauschprozessen. Erdoğan Karakaya zeigt am Beispiel der Themenfelder Tod, Bestattungskultur und Jenseitsvorstellungen, wie sich der Islam in anderen kulturellen Kontexten verwandeln und wie sich ein mehrheitlich christlich geprägtes Land auf theologische und organisatorische Fragestellungen heutiger Muslime transformierend auswirken kann.

Mitgliederversammlung 2018

Die 16. ordentliche Mitgliederversammlung wird am Dienstag, 13. März 2017 um 19.00 Uhr im Haus der Kulturinstitute (Kath.-v.-Bora-Str. 10) stattfinden. An die Mitglieder ergeht gesonderte Einladung.

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Humor in der Hebräischen Bibel

Vortrag von Rabbiner Prof. Dr. Jonathan Magonet (ehem. Direktor des Leo-Baeck-Institutes London)

Montag, 19. März 2018, 19.30 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Es mag überraschend klingen, dass Humor in so einem „ernsten“ Buch wie der Hebräischen Bibel zu finden ist. Aber wenn die Bibel wirklich alle Aspekte des menschlichen Lebens widerspiegelt, dann muss auch der Humor vertreten sein. Ironie ist wahrscheinlich die häufigste Ausdrucksweise – immer, wenn die Bibel den Unterschied zwischen menschlichen Ambitionen und dem, was wir tatsächlich erreichen, besonders aus der göttlichen Perspektive gesehen, erörtert. Aber auch Formen des volkstümlichen Humors, politischer Satire und witzige Missverständnisse können in der Bibel gefunden werden. Gemeinsam werden wir einige der Facetten dieses überraschenden Aspektes des biblischen Wortes entdecken.

Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie München in Kooperation mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom, Chaverim e. V., Pax Christi und Freunde Abrahams e. V.

Anmeldung erbeten unter info@evstadtakademie.de oder Tel. 089/5490270.

Koran kommentiert

Projekt Corpus Coranicum

Die koranische Verzauberung der Welt
Wie die Gemeinde ihre neue Identität entwickelt

Vortrag von Prof. Dr. Angelika Neuwirth, Berlin

Dienstag, 7. November 2017, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Das große Corpus Coranicum Projekt, das Angelika Neuwirth initiiert hat, sammelt alle Lesarten des Korans und erarbeitet eine Übersetzung sowie einen umfassenden wissenschaftlichen Kommentar. Inzwischen ist im Verlag der Weltreligionen der 2. Band mit den Suren der mittelmekkanischen Zeit erschienen. Diese setzen gegenüber den frühesten Suren neue Schwerpunkte:

Aus dem intimen Gespräch zwischen dem göttlichen Sprecher und dem mit „du“ angesprochenen Verkünder entwickelt sich nun eine koranische Theologie. Sie deutet biblische Geschichte, vor allem das Buch Exodus, typologisch und versteht daher ihre eigene Gegenwart nicht nur als Fortsetzung der Geschichte der von Mose geführten Israeliten, sondern als deren Neuinszenierung.

Prof. Dr. Angelika Neuwirth, Lehrstuhl Arabistik an der Freien Universität Berlin, seit 2007 Leiterin des Projekts Corpus Coranicum der Berlin-Branden­burgischen Akademie der Wissenschaften.

Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie München in Kooperation mit: Freunde Abrahams, Münchner Forum für Islam, Fachbereich Dialog der Religionen der Erzdiözese München und Freising.

Anmeldung erbeten über die Evangelische Stadtakademie.

Bürgerpreis des Bayerischen Landtags 2017

Seit dem Jahr 2000 zeichnet der Bayerische Landtag mit seinem Bürgerpreis jährlich vorbildliches bürgerschaftliches Engagement in Bayern aus. Das Motto des Bürgerpreises 2017 lautete:

„Mein Glaube. Dein Glaube. Kein Glaube. – Unser Land! Bürgerschaftliches Engagement und weltanschaulicher Diskurs für eine Gesellschaft des Respekts und der Verständigung“.

Ein Sonderpreis der Jury (5.000 Euro) geht an die Freunde Abrahams e.V.!

In der Begründung heißt es:
„Die Jury zeigte sich vor allem davon beeindruckt, dass der Verein sich bereits seit 2001 darum bemüht, durch wissenschaftliche Beschäftigung mit Religionsgeschichte die gemeinsamen Wurzeln der Glaubensvorstellungen von Christen, Juden und Muslimen freizulegen.“

Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen am 19. Oktober 2017 um 12:30 Uhr im Bayerischen Landtag statt. Lesen Sie hier die Pressemitteilung dazu.

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Nymphenburger Gespräche Winter 2017

Nymphenburger Gespräche - Plattform für Dialo10 Jahre Nymphenburger Gespräche

Seit 2007 finden im Rahmen der NYMPHENBURGER GESPRÄCHE Veranstaltungen zum interkulturellen und interreligiösen Dialog statt. Sie werden unter der Schirmherrschaft S.K.H. Herzig Franz von Bayern von Mitgliedern des Interkulturellen Dialogzentrums München (IDIZEM), der Freunde Abrahams, der Evangelischen Stadtakademie, Pax Christi und der Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München organisiert.

Nach 10 Jahren und inzwischen 36 Nymphenburger Gesprächen widmet sich eine „Jubiläumsreihe“ der Diskurskultur in Deutschland. Die Reihe

Demokratie stärken durch offene Debatten

beginnt mit einem prominenten Gast:

Buchpräsentation und Diskussion mit Alt-OB Christian Ude,
Autor von Die Alternative oder: Macht endlich Politik! (2017)

Montag, 4. Dezember 2017, 19.00 Uhr
Hochschule für Philosophie, Aula, Kaulbachstr. 31
Teilnahmegebühr: 10,- € (erm. 5,- €)

„Die wirkliche Alternative heißt: zurück zur Sachpolitik. Probleme benennen, unter­schied­liche Vorschläge zur Lösung unterbreiten und zur Abstimmung stellen.“

Ein Plädoyer gegen die Behauptung von Alternativlosigkeit in der Politik und für eine streitbare Debattenkultur hat der Münchner Alt-Oberbürgermeister Christian Ude jüngst veröffentlicht, in der Überzeugung, dass nur so die Demokratie gestärkt werden kann gegen Populismen aller Art. Nun hat er dadurch selbst eine Debatte ausgelöst. Was lässt sich aus den Thesen des Buches und aus der Diskussion darüber lernen?

Ausstellung „PHARAO – Leben im Alten Ägypten“

im Lokschuppen Rosenheim

Führung mit Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
am Sonntag, 3. Dezember, 11:00 Uhr

Die diesjährige Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim, die das Leben im Alten Ägypten mit aufschlussreichen Exponaten illustriert, zieht zahlreiche BesucherInnen an. Die Freunde Abrahams können einen gemeinsamen Besuch mit Führung vor Ort durch Prof. Wimmer erleben.

Der Eintrittspreis beträgt 12,50 € pP (Gruppenermäßigung).

Anreise gemeinsam mit der Bahn (Meridian/Bayerntickets): ab Hbf. 09.55, Ostbhf. 10.04, an Rosenheim 10.32. Rückfahrt voraussichtlich ab Rosenheim 14.29, Ankunft München Ostbhf. 14.57, Hbf. 15.06.

Bei individueller Anreise: Treffpunkt am Obelisken vor dem Haupteingang Lokschuppen, Rathausstr. 24, Rosenheim

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 20 Personen. Daher Anmeldung unbedingt erforderlich bis 1.12.2017, per E-Mail an info@freunde-abrahams.de oder auf Anrufbeantworter: 089/15881260.

Spiritualität, Protest und Dekolonisierung …

 … der Zivilgesellschaft in Afrika

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Tanja Kleibl, KSH München und Prof. Dr. Teresa Koloma Beck als Kommentatorin

Dienstag, 23. Januar 2018, 19.00 Uhr
Kath. Stiftungshochschule, Preysingstr. 83, Raum J214
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Mit dem Vortrag von Prof. Dr. Tanja Kleibl blicken wir über den abrahamitischen Horizont hinaus in Länder Afrikas, in denen auch animistische Religionen eine maß­gebliche Rolle einnehmen. Aktuell entstehen dort neue lokale soziale Bewegungen, die sich durch spirituelle Ausprägung und die Ausübung neuer Formen des Protests zur Verteidigung von Land­eigentum und gegen die Ausbeutung natürlicher Ressour­cen auszeichnen. Stellen diese Bewegungen den Beginn einer weiteren großen sozia­len Befreiungsbewegung dar oder handelt es sich hier um Randgruppen, welche noch nicht ausreichend in die globale postkoloniale Gesellschaft integriert worden sind? Warum sprechen wir auch heute noch von der Notwendigkeit einer „Dekolonisierung Afrikas“? Welche Aufgaben könnten der Zivil­gesellschaft in Afrika im Rahmen weiterer „Dekolonisierungsprozesse“ zukommen?

Tanja Kleibl war zwischen 1992 und 2011 in Nigeria, Niger, Mosambik und Äthiopien in der Ent­wicklungs­zusammenarbeit tätig und forscht seitdem zu sozialen Bewegungen und zivil­gesell­schaft­lichen Handlungsräumen mit Schwerpunkt Afrika. Seit 2016 ist sie Professorin im Fachbereich Soziale Arbeit der Katholischen Stiftungshochschule München.

Prof. Dr. Teresa Koloma Beck ist Professorin für Soziologie der Globalisierung an der Universität der Bundeswehr München. Sie forscht und lehrt in der Konflikt-, Gewalt- und Globalisierungsforschung.

In Kooperation mit der KSH, dem Arbeitskreis Panafrikanismus München und Commit e.V.

Gottes Offenbarung in Menschenwort

Neue Kommentarreihe

Der Koran im Licht der Barmherzigkeit

Vortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Münster

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20.00 Uhr (Bitte beachten: neue Anfangszeit!)
Hochschule für Philosophie, Aula, Kaulbachstr. 31
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Aus der Verbindung der traditionellen islamischen Koranwissenschaft mit Methoden europäischer Geschichtswissenschaften entwirft Mouhanad Khorchide einen neuen Zugang zum Koran. Obwohl der Koran als geoffenbartes Gotteswort gilt, wird er zugleich als historisch gewordener Text verstanden. Dieses Aufeinandertreffen sich scheinbar widersprechender Methoden ist Thema des Eröffnungsbandes der neuen auf 17 Bände angelegten Reihe ‚Herders theologischer Koran-Kommentar‘.      Mouhanad Khorchide erarbeitet hier den aktuellen Forschungsstand und beschreibt seinen eigenen hermeneutischen Ansatz sowie sein methodisches Vorgehen.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, Universität Münster.

Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie München in Kooperation mit: Freunde Abrahams, Münchner Forum für Islam, Fachbereich Dialog der Religionen der Erzdiözese München und Freising, Stiftung für Spiritualität und interreligiösen Dialog, München.

Freundschaft zwischen Islam und Christentum

Paolo Dall’Oglio und das Kloster Mar Musa in Syrien

Vortrag von Dr. Christian M. Rutishauser SJ,
Provinzial der Schweizer Provinz der Jesuiten, Zürich

Dienstag, 16. Januar 2018, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München
8,- (erm. 7,- €), Anmeldung erbeten, www.evstadtakademie.de

Paolo Dall’Oglio, italienischer Jesuit, Arabist und Islamwissenschaftler, wurde in den 1980er Jahren bekannt, als er das verlassene syrisch-katholische Mar Musa Kloster in der Wüste nördlich von Damaskus neu begründete. Dieses Kloster war in besonderer Weise der Freundschaft von Christentum und Islam gewidmet. Hier hat er weitreichen­des Neuland betreten. Anklagen gegen das syrische Regime und seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit führten zu seiner Ausweisung aus Syrien. Seit er sich in Raqqa für entführte Freunde als Verhandler beim „Islamischen Staat“ einsetzen wollte, ist er verschollen. – Der Vortrag stellt den Weg und die Vision Paolo Dall’Oglios vor.
In Zusammenarbeit mit: Forum der Jesuiten und Stiftung für Spiritualität und interreligiösen Dialog, München