Abraham als Vorbild interreligiösen Lernens?

HauptvortragPositionen und Perspektiven einer trialogischen Religionspädagogik

Vortrag von Prof. Dr. Georg Langenhorst (Universität Augsburg)
Donnerstag, 4. Mai 2017, 18.00 Uhr
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal A 017
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Taugt Abraham als Bezugsfigur für das interreligiöse Lernen zwischen Juden, Christen und Muslimen? Immer lauter werden aktuell die Stimmen, die eine solche Eignung in Frage stellen. Andere verteidigen die Rede von der „abrahamischen Ökumene“. Der Vortrag zeigt die Positionen auf und entwickelt daraus Perspektiven für eine „trialogische Religionspädagogik“. Wie können Judentum, Christentum und Islam voneinander lernen? Wo liegen Chancen, wo Grenzen?

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Mitgliederversammlung 2017

Die 15. ordentliche Mitgliederversammlung wird am Dienstag, 14. März 2017 um 19.00 Uhr im Haus der Kulturinstitute (Kath.-v.-Bora-Str. 10) stattfinden. An die Mitglieder ergeht gesonderte Einladung.

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Flucht und Religion

Ein spiritueller Impuls zur (christlichen) Fastenzeit

Alle Religionen haben ihre geprägten Zeiten. In ihnen sind die Menschen aufgerufen, ihr religiöses Leben zu vertiefen. Die Freunde Abrahams werden deshalb künftig spirituelle Impulse aus den drei abrahamischen Religionen  setzen, in denen Themen aufgegriffen werden, die sowohl in der jeweiligen Religion als auch in unserer gesellschaftlichen Gegenwart eine wichtige Rolle spielen. Die Reihe beginnt in der Fastenzeit mit dem – aus christlicher Sicht betrachteten – Themenfeld :

Bedrohung, Flucht und Rückkehr in die Heimat

Termin: 07. April 2017 um 16.30 Uhr
Ort: Kapelle des Ausbildungszentrums für Pastoralreferenten
Franz-Joseph-Str. 6, 80801 München (U-Bhf: Giselastraße)

Alle, gleich welchen Bekenntnisses, die Interesse haben am Thema, am gemeinsamen Gespräch, an Bildbetrachtung und meditativer Musik,  sind herzlich eingeladen.

Hat Israel mit Gott am Sinai verhandelt?

Rabbinische Exegese mit Rabbiner Prof. Dr. Jonathan Magonet,
ehem. Direktor des Leo Baeck Colleges für Jüdische Studien, London

Montag, 20. März 2017 19:00 Uhr
Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €), Anmeldung erbeten

Rabbinische Lehren deuten an, dass der von den Israeliten am Berg Sinai gesprochene Satz „Wir wollen tun und hören” (Exodus 24:7) bedeutet, sie hätten zugestimmt, Gottes Gebote zu halten, bevor sie überhaupt wussten, was diese waren. Allerdings passt dies nicht zu dem tatsächlichen rebellischen Verhalten der gleichen Israeliten während der Wanderung durch die Wüste! Wir werden die Phasen des Vertragsschlusses zwischen Gott und Israel am Berg Sinai in den Kapiteln 19 bis 24 im Buch Exodus untersuchen und daraus folgern, dass ein gänzlich anderer Prozess beschrieben wird.

In Kooperation mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom und den Freunden Abrahams

 

„Gott glaubt an den Menschen“

Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus

Vortrag von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Freitag, 3. Februar 2017, 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Khorchide ist Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster und inzwischen als einer der führenden islamischen Theologen in Deutschland bekannt. Viel diskutiert wurde sein 2012 erschienenes Buch „Islam ist Barmherzigkeit. Grundzüge einer modernen Religion“.

(Dieser für März 2016 angekündigte Vortrag musste kurzfristig abgesagt werden.)

Anmeldung erbeten: info@evstadtakademie.de oder www.evstadtakademie.de.

Veranstalter: Evang. Stadtakademie, Freunde Abrahams, Münchner Forum für Islam

Gewalt im Namen des Einen Gottes?

Gedanken eines Alttestamentlers zu den Thesen von Jan Assmann

Vortrag von Prof. Hermann-Josef Stipp, Lehrstuhl für Alttestamentliche Theologie
Dienstag, 31. Januar 2017, 18.15 Uhr
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M 109
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Der Ägyptologe Jan Assmann hat enormes Aufsehen mit seiner These erregt, im alttestamentlichen Israel habe die Religion erstmals in der Weltgeschichte gewalthafte Züge angenommen, als sich im Zuge der so genannten „Mosaischen Unterscheidung“ der Monotheismus durchsetzte. Ist also der Monotheismus – der gemeinsame Nenner der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam – die fatale Ursünde der Religionsgeschichte, die ungeheures Leid über die Menschheit gebracht hat und daher besser rückgängig gemacht werden sollte? Der Vortrag beleuchtet Assmanns These von einer alttestamentlichen Warte aus.

Abrahams Treff

Im Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Böhmisches. Allzuböhmisches?

oder „Ich hatte eine glückliche Kindheit“

Geschichten vom Leben der Deutschen in den böhmischen Ländern

Lesung und Gespräch mit Dr. Kateřina Kovačková
Donnerstag, 9. Februar 2017, 19.00 Uhr
Tschechisches Zentrum München, Prinzregentenstraße 7
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

Wie ist Böhmen, die ehemalige Tschechoslowakei und das heutige Tschechien, für deutschsprachige Vertriebene, mit den Augen von heute und in den Erinnerungen an gestern? Wie war es, an der Nahtstelle zweier Sprachen, Kulturen und Ethnien aufzuwachsen und zu leben? Wie erlebt man als Kind etwas dermaßen Unvorstell­bares wie die Vertreibung aus der Heimat? Und als Erwachsener? Wie lebt man sich in einem fremden Land ein? Und – kann man eine neue Heimat überhaupt finden? Lassen Sie sich entführen in die Welt der „böhmischen Dörfer“, in das Land, in dem sie einst Realität waren …

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München und der Ackermann-Gemeinde.

Der Kreuzestod Jesu

Hauptvortrag– Heil oder Verbrechen?

Positionsbestimmung theologischer Grundsatzfragen

Vortrag von Dr. Anna Janzen
Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18.00 Uhr, MVHS Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Raum 0115
Teilnahmegebühr: 7,- €

Im Christentum dominiert der Glaube, dass der Mensch durch den Kreuzestod Jesu das Heil empfängt. Durch den Tod Jesu wird der Mensch demnach von seinen Sünden gerettet und mit Gott versöhnt. Doch nicht alle Frühchristen teilten die Sicht vom heilbringenden Tod Jesu. Sie präsentieren eine Soteriologie, die die archaische Vorstellung von Sühne – durch Blut und Tod – bei weitem übersteigt. Dr. Anna Janzen bearbeitet diese Fragen u. a. anhand des Lukas-Evangeliums in einer wissenschaftlichen Publikation. Sie hat 2001 an der University of Toronto, der katholischen Fakultät der University of St. Michael‘s College, promoviert und ist seit 2003 freie Theologin.

Freunde Abrahams lernten Dr. Janzen 2015 als Pastorin der Mennoniten­gemeinde bei unserem damaligen Besuch kennen.

In Kooperation mit der Münchner Volkshochschule.

 

Von Sulzbach bis Tel Aviv

Die hebräischen Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Montag, 7. November 2016, 19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Sulzbach in Sulzbach-Rosenberg, Synagogenstr. 9

Die Bayerische Staatsbibliothek sammelt seit ihrer Gründung im Jahr 1558 hebräische Drucke und Handschriften. Der umfangreiche Bestand zählt heute zu den bedeutendsten weltweit. Den hebräischen Drucken aus Sulzbach kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu.

Der Vortrag findet in der 2013 als Begegnungsstätte wiedereröffneten ehemaligen Synagoge von Sulzbach statt.

Veranstalter: Stadt Sulzbach-Rosenberg

Vom Alten Orient ins heutige Europa

Den Wurzeln der Religionen auf der Spur

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Donnerstag, 17. November 2016, 20.00 Uhr
Stadthalle Germering, Lena-Christ-Saal, Landsberger Str. 39 in Germering
Eintritt: 6,- €

Judentum, Christentum und Islam entspringen derselben Region und haben auf je eigene Weise ihren Weg in die Kulturen Europas des 21. Jahrhunderts gefunden. Wir wollen den gemeinsamen Wurzeln nachspüren und aufzeigen, was sich daraus für unser Zusammenleben ergibt. Prof. Stefan Jakob Wimmer ist Vorsitzender der Gesellschaft Freunde Abrahams, deren Anliegen nicht etwa eine Einebnung von Unterschieden zwischen den Religionen ist, sondern die Wertschätzung ihrer Vielfältigkeit.

Veranstalter: Volkshochschule Germering.