Post von Elias Levita

Ein fränkisch-jüdisches Gelehrtenleben im Europa der Renaissance anhand neu entdeckter Briefe in der Bayerischen Staatsbibliothek

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer

Dienstag, 15. Mai 2018, 18.30 Uhr
Bayerische Staatsbibliothek, Gärtnersaal (1. OG), Ludwigstr. 16
Eintritt frei

Aus Neustadt an der Aisch stammt einer der berühmtesten jüdischen Humanisten, der den Großteil seines Lebens in Italien wirkte: Elijahu ha-Levi Aschkenasi (ca. 1470–1549), latinisiert Elias Levita, lebte in Rom im Haus­halt des Kardinals Viterbo, wirkte in Venedig, einem Zentrum des hebräischen Buchdrucks, gründete in Isny im Allgäu mit dem Reformator Paul Fagius zusammen die erste hebräische Druckerei Deutschlands. Zwei Briefe aus seiner Hand sind jüngst in den Beständen der Bayerischen Staats­bibliothek identifiziert worden und geben Anlass, das Leben des Elias Levita und seine Zeit neu zu beleuchten.

Anmeldung erbeten bei der Bayerischen Staatsbibliothek unter: veranstaltungen@bsb-muenchen.de oder Tel. 089/28638-2115.

Ethik der globalen Teilhabe

Grundsätze für Klimaschutz und Armutsbekämpfung bei Papst Franziskus
und Amartya Sen

Vortrag von Stefan Einsiedel

Montag, 4. Juni 2018, 19.30 Uhr
im Pfarrheim St. Margaret, Margaretenplatz 5 c (U6 Harras)
Eintritt frei (Spenden willkommen)

Kann Klimaschutz gelingen, wenn Millionen von Armen in die Mittelschicht aufsteigen und dadurch Konsum und Energieverbrauch ansteigen? Sind Demokra­tien in der Lage, die Herausforderungen von Klimawandel und Armutsbekämpfung zu meistern oder stört zu viel Mitsprache bisweilen?

Aktuell ist es nicht immer klar, ob und wie Demokratien, freie Märkte und offene Gesellschaften am besten zu nachhaltigem Wachstum beitragen.

Stefan Einsiedel, Biologe und Volkswirt, Mitarbeiter am „Zentrum für Globale Fragen“ an der Hochschule für Philosophie, promoviert aktuell an der Universität Eichstätt über „Die Bedeutung von Partizipation beim Kampf gegen Armut und Klimawandel“. Dafür schöpft er vor allem aus den Werken des Wirtschafts­nobel­preisträgers Amartya Sen und von Papst Franziskus und forschte in indischen Slums und Urwalddörfern. In seinem Vortrag argumentiert er, dass Teilhabe und Bildung die entscheidenden Schlüssel für Frieden und nachhaltige Entwicklung sind.

In Kooperation mit dem Pfarrverband Sendling.

Wie sich der Islam in Deutschland verwandelt

Tod, Bestattungskultur und Jenseitsvorstellungen

Beispiele für die lebendige Dynamik von Religion

Vortrag von Erdoğan Karakaya M.A., Islamwissenschaftler, Eugen-Biser-Stiftung

Dienstag, 27.02.2018, 19.00 Uhr
Ort: Evangelische Stadtakademie München, € 8,- / erm. 7,-

Längst ist Deutschland der Lebensmittelpunkt für mehr als vier Millionen Musliminnen und Muslime geworden. Nicht selten führt für die Gläubigen unter ihnen das Leben in einer wertepluralen Gesellschaft auf der einen Seite zu neuen Herausforderungen, auf der anderen Seite aber auch zu fruchtbaren kulturellen Austauschprozessen. Erdoğan Karakaya zeigt am Beispiel der Themenfelder Tod, Bestattungskultur und Jenseitsvorstellungen, wie sich der Islam in anderen kulturellen Kontexten verwandeln und wie sich ein mehrheitlich christlich geprägtes Land auf theologische und organisatorische Fragestellungen heutiger Muslime transformierend auswirken kann.

Der Gott Abrahams: Eine Kraftquelle für unser Leben?

Ein interaktiver Abend mit Matthias Hofmann

Donnerstag, 26. April 2018, 19.00 Uhr
St. Ludwig, Pfarrsaal, Ludwigstr. 22 (U3/6, Universität)
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

In den letzten Jahren wurde vielfach heraus­gearbeitet, dass Juden, Christen und Muslime Brüder und Schwestern in ihrem gemeinsamen Gott, dem Gott Abrahams sind. Durch Vorträge zu großen Mystikern und Sufis wurde deutlich, dass die Mitte der Religionen in der immer tieferen Suche nach Gott liegt.

Ist es an der Zeit, nicht nur über den Gott Abrahams und über tiefe Gottes­beziehungen zu reden, sondern tatsächlich einen Raum aufzuspannen, in dem einende Erfahrungen gemacht werden können? Wer Glaubensgespräche, gemein­same Gebete, gemeinsame Meditationen kennt, weiß um die Kraft, die dort freigesetzt wird. Und kann nicht gerade die intensive Begegnung mit Menschen, Texten und Traditionen der anderen Religionen besonders viel Kraft freisetzen?

Ausgehend von persönlichen Erfahrungen wird skizziert, in welchem religiösen und theologischen Rahmen sich ein solches Angebot bewegen könnte. Anschließend werden wir an diesem Abend einen ersten Versuch in dieser Richtung unternehmen. Dabei geht es nicht um eine Außenwirkung, sondern um die persönliche Ausrichtung auf den Gott Abrahams, um eine Berührung des Herzens, um Hören, um Stille.

Referent: Dipl.-Ing. (FH) Matthias Hofmann, Sachverständiger, Meditationsanleiter, Heilpraktiker für Psychotherapie, Mitglied der Freunde Abrahams

Christlich-islamischer Dialog

Gestern, heute und morgen

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Leimgruber

Dienstag, 26. Juni 2018, 19.30 Uhr
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal E 006
Eintritt frei (Spenden willkommen)

Stephan Leimgruber war von 1998 bis 2014 Professor für Religions­pädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU und hat sich dabei insbesondere für den Dialog mit dem Islam engagiert. 2015 wurde er dafür mit dem ersten Manfred-Görg-Preis ausgezeichnet. Vier Jahre nach seiner Emeritierung kehrt Prof. Leimgruber nach München zurück, um seine Sicht auf den Dialog zu resümieren.

Eine Veranstaltung der Freunde Abrahams in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts der LMU, Prof. Dr. Helena Stockinger (Lehrstuhlvertretung).

Eran Shakine

A Muslim, a Christian and a Jew. Knocking on Heaven’s Door

Zur Ausstellung im Jüdischen Museum München 21.2. bis 21.10.2018

Das Jüdische Museum München zeigt vom 21. Februar 2018 an Zeich­nungen des israelischen Künstlers Eran Shakine (geb. 1962). Sie sind witzig und philosophisch zugleich: Denn die drei Vertreter der Religionen, die man äußerlich nicht unterscheiden kann, stehen vor gemeinsamen Fragen existen­tieller, philosophischer oder religiöser Art. Shakine bringt etwas in den inter­religiösen Dialog zurück, was wir in jüngster Zeit verloren zu haben scheinen: Humor.

Von seinen Zeichnungen lassen wir uns an zwei Abenden zu jüdisch-christlich-muslimischen Gesprächen inspirieren. Vor der Veranstaltung gibt es jeweils die Gelegenheit zu einer Führung durch die Ausstellung.

Ort ist jeweils das Jüdische Museum München, St.-Jakobsplatz 16. Eintritt frei.

Mittwoch, 6. Juni 2018, 19.00 Uhr

Entscheidung für kritisches Denken:
A Muslim, a Christian and a Jew. Deciding to Live on Critical Thinking and Hope

Praxis, Praxis, Praxis:
A Muslim, a Christian and a Jew. Know You Have to: Practise, Practise, Practise

Jehoschua Chmiel (IKG), Eva Haller (EJKA), Dr. Andres Renz (Erzb. Ordinariat), Gönül Yerli (MFI)
Mittwoch, 13. Juni 2018, 19.00 Uhr

Sich auserwählt fühlen:
A Muslim, a Christian and a Jew. Feeling Chosen

Buddha treffen:
A Muslim, a Christian and a Jew. Meeting Buddha

Anita Kaminski (IKG), Rabbiner Tom Kucera (Beth Shalom), Erkan Inan (MFI), Prof. Dr. Stefan J. Wimmer (Freunde Abrahams)
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums München in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München, Europäische Janusz-Korczak-Akademie, Freunde Abrahams, Fachbereich Dialog der Religionen der Erzdiözese München und Freising, Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom, Münchner Forum für Islam.

Corso Leopold 2018

Münchner Straßenfestival mit „Kreis der Religionen“
Samstag, 5. Mai 16.00 bis 21.00 Uhr und Sonntag, 6. Mai 11.00 bis 20.00 Uhr

Auch im Sommer 2018 finden Sie die Freunde Abrahams im Kreis der Religionen inmitten des Corso Leopold. Die Zelte mit den Vertretern der verschiedenen Religions- und Weltanschauungsgruppen und die kleine Bühne sind sicher schon für viele ein vertrauter Anblick. Kommen Sie vorbei auf ein Gespräch, lassen Sie sich darauf ein.

Das offizielle Programm finden Sie im Internet unter http://leo.corso-leopold.de, und wenn Sie Zeit und Lust haben, uns am Stand zu unterstützen, wenden Sie sich an info@freunde-abrahams.de.

Wir freuen uns auf Sie!

Beten wir alle zum gleichen Gott?

Judentum, Christentum und Islam im Trialog

Christlich-jüdische Tagung in St. Ottilien bei München
mit Rabbiner Steven Langnas, Dr. Claudia Leuser und Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer

  1. bis 11. März 2018, Erzabtei St. Ottilien, Exerzitienhaus

Veranstalter: Theologische Arbeitsgemeinschaft im christlich-jüdischen Dialog e. V. (TAD) – Protestanten, Katholiken und Juden im Gespräch.
Information und Anmeldung über die TAD, www.christlich-juedisch.de

Wie ägyptisch ist das Christentum?

Die religionsgeschichtlichen Wurzeln von Morgen- und Abendland

Wochenendtagung mit Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
7. – 9. September 2018
Schloss Hirschberg (92339 Beilngries), Tagungshaus der Diözese Eichstätt

Das pharaonische Ägypten reichte nicht nur zeitweise politisch nach Süden (Nubien) und Nordosten (Vorderasien) über seine eigentlichen Grenzen hinaus, es strahlte auch kulturell sehr stark ins alte Kanaan aus, nach Syro-Palästina, in einer Zeit, in der dort die Schriften des Alten Testaments Gestalt annahmen. Auf ihnen basieren die des Neuen Testaments, und so ist es weder ein Zufall noch ein Wunder, dass uns in Judentum, Christentum und dann durchaus auch im Islam altägyptische Inhalte und Motive begegnen. Das reicht über den bekannten Geburtsmythos vom göttlichen Kind weit hinaus …

Information und Anmeldung über die Freunde Abrahams

Mitgliederversammlung 2018

Die 16. ordentliche Mitgliederversammlung wird am Dienstag, 13. März 2017 um 19.00 Uhr im Haus der Kulturinstitute (Kath.-v.-Bora-Str. 10) stattfinden. An die Mitglieder ergeht gesonderte Einladung.

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.