Corso Leopold Mai 2017

Münchner Straßenfestival mit „Kreis der Religionen“
Samstag, 20. Mai ab 16.00 Uhr und Sonntag, 21. Mai 11.00 bis ca. 20.00 Uhr

Jetzt ist er fast schon Tradition, der Kreis der Religionen inmitten des Corso Leopold! Zum dritten Mal bieten religiöse Gemeinschaften und Vereine auf der Leopoldstraße eine Oase des Innehaltens und des Gesprächs im Zeichen von Verständi­gung, achtungsvollem Miteinander und Menschlichkeit. Auch dieses Mal wieder mit Ständen zum Kennen­lernen sowie mit einem kleinen Bühnenprogramm in der Mitte des Kreises, bei dem sich die Gruppen abwechseln. Die Freunde Abrahams werden wieder dabei sein und auch einen Teil des Programms übernehmen. Lassen Sie sich überraschen. Das offizielle Programm finden Sie unter http://leo.corso-leopold.de, und wenn Sie Zeit und Lust haben, uns am Stand zu unterstützen, wenden Sie sich an info@freunde-abrahams.de. Wir freuen uns auf Sie!

Islam Lectures

Eine Veranstaltungsreihe der Ev. Stadtakademie München in Zusammenarbeit mit dem Münchner Forum für Islam, dem Erzbischöflichen Ordinariat/Fachbereich Dialog der Religionen und den Freunden Abrahams, Ort jeweils

Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €), Anmeldung erbeten

Horizontale Aspekte im Islam

Ansätze einer zeitgemäßen islamischen Theologie
Vortrag von Dr. Benjamin Idriz (UNINP), Imam, Islamische Gemeinde Penzberg und Münchner Forum für Islam

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.00 Uhr

„Der vorzüglichste Ort, Gott zu erkennen, ist das Gewissen. Also besteht zwischen Gott und Mensch kein vertikales, sondern ein horizontales Verhältnis“ (Benjamin Idriz 2010 in Grüß Gott, Herr Imam!) – In seiner Dissertation 2016 formuliert Benjamin Idriz seinen Reformansatz einer islamischen Theologie aus, die traditionell vertikalen Beziehungen im Islam in horizontale umzuwandeln und so zwischen Offenbarung und Vernunft, Theologie und Anthropologie, Schariarecht und Gesellschaftsordnung sowie zwischen Mann und Frau hierarchiefreie Beziehungen zu schaffen.

Warum es Gott nicht gibt, und er doch ist

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Milad Karimi, Professur für Kalam, Islamische Philosophie und Mystik an der Universität Münster

Donnerstag, 6. Juli 2017, 19.00 Uhr

Der Koran lebt durch die Uneindeutigkeit. Offenbarung ist Offenheit, und Gott das Unbegreifliche. Milad Karimi zeigt, wie sich der Islam neu entdeckt und gerade dort zuhause ist, wo man ihn nie vermutet hätte. Warum es Gott einfach nicht geben kann und er doch ist, warum der Glaube den Verstand ärgert und warum uns populäre TV-Serien wie Breaking Bad helfen, den Koran zu verstehen.

Braucht der Islam eine Aufklärung?

Liberale Reformer in der islamischen Welt – mit Stefan Weidner, Islamwissenschaftler, Autor, Mitglied der Akademie der Künste der Welt, Köln
Dienstag, 11. Juli 2017, 19.00 Uhr

Es gibt sie, die freien Denker im Islam: Der Vortrag des Islamwissenschaftlers Stefan Weidner skizziert die reformatorischen Bemühungen in der islamischen Welt und stellt drei der liberalen Schule zuzurechnende Denker vor, die sich auf kritische und zugleich perspektivreiche Weise mit dem Islam auseinandergesetzt haben und deren Bücher wir auch auf Deutsch lesen können: Den ägyptischen Theologen Nasr Hamid Abu Zaid, den marokkanischen Philosophen Mohammed Abed al-Djabiri und den syrischen Denker und Dichter Ali Ahmad Said Esber, genannt Adonis.

Die Bibel im Koran

Grundlagen für das interreligiöse Gespräch
Buchvorstellung mit Karl-Josef Kuschel

Donnerstag, 20. Juli 2017, 18.00 Uhr
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal A 017
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Keine Neuerscheinung wie viele andere: Seine Jahrzehnte währende wissenschaft­liche Auseinandersetzung mit Bibel und Koran fasst Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel auf rund 600 Seiten in ein Buch (siehe auch S. 30). Das Werk trägt zum Austausch zwischen Juden, Christen und Muslimen bei und möchte Wege weg von einem konfrontativen und hin zu einem vernetzten Denken aufzeigen.

Karl-Josef Kuschel lehrte bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Fakultät für katholische Theologie der Universität Tübingen, ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung Weltethos und Kuratoriumsvorsitzender der Freunde Abrahams.

Eine Veranstaltung der Freunde Abrahams in Kooperation mit: Chaverim, Fachbereich „Dialog der Religionen“ im Erzbischöflichen Ordinariat, LMU, Münchner Forum für Islam, Münchner Lehrhaus der Religionen, Pax Christi.

Religiöse Vielfalt als Herausforderung

Vortragsreihe der Projektstelle „Theologie des interreligiösen Dialogs“
(Katholisch-Theologische Fakultät der LMU)

Mittwoch, 10. Mai 2017, 18.15 Uhr, Hörsaal M210
Prof. Perry Schmidt-Leukel (Münster): „Eine fraktale Interpretation religiöser Vielfalt“

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18.15 Uhr, Hörsaal M210
Prof. Mouhanad Khorchide (Münster): „Wertepluralismus als eine (auch innerislamische) Herausforderung an das Zusammenleben der Muslime in einer religiös pluralen Gesellschaft“

Montag, 10. Juli 2017, 18.15 Uhr, Hörsaal M210
Prof. Israel Yuval (Jerusalem): „Was das Judentum dem Christentum verdankt“

Jeweils Vortrag mit anschl. Diskussion.

Warum interreligiöser Dialog?

Antworten aus der jüdischen, christlichen und islamischen Theologie

Vortrag von Dipl.-Theol. Judith Fröhlich (Vorstandsmitglied der Freunde Abrahams)
Donnerstag, 27. April 2017, 18.00 Uhr

  • wird wegen technischer Probleme im WiSe 2017/18 wiederholt!

MVHS Gasteig, Rosenheimer Str. 5, Raum 0115
Teilnahmegebühr: 7,- €

Sehr häufig führen die drei abrahamischen Religionen einen „Dialog des Lebens“ oder „des Handelns“. Fragen, die dabei im Vordergrund stehen und zugleich die Motivation für den Dialog bilden, sind das friedliche Zusammenleben in pluralen Gesellschaften, der gemeinsame Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Solidarität oder das Einbringen religionsübergreifender ethischer Werte. Doch gibt es auch Motiva­tio­nen zum Dialog, die in den Religionen selbst, in ihren heiligen Schriften und theologischen Konzepten verborgen liegen? Dieser Frage soll im Vortrag nach­gegan­gen werden. Dabei wird der Blick auch auf die Entstehungsgeschichte der drei Religionen zu richten sein.

Abraham als Vorbild interreligiösen Lernens?

HauptvortragPositionen und Perspektiven einer trialogischen Religionspädagogik

Vortrag von Prof. Dr. Georg Langenhorst (Universität Augsburg)
Donnerstag, 4. Mai 2017, 18.00 Uhr
Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal A 017
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Taugt Abraham als Bezugsfigur für das interreligiöse Lernen zwischen Juden, Christen und Muslimen? Immer lauter werden aktuell die Stimmen, die eine solche Eignung in Frage stellen. Andere verteidigen die Rede von der „abrahamischen Ökumene“. Der Vortrag zeigt die Positionen auf und entwickelt daraus Perspektiven für eine „trialogische Religionspädagogik“. Wie können Judentum, Christentum und Islam voneinander lernen? Wo liegen Chancen, wo Grenzen?

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Tagesausflug 2017

TagesfahrtSalzburg interreligiös: „In diesen heil‘gen Hallen …“

Samstag, 8. Juli 2017, 7.55 bis ca. 19.00 Uhr

Natürlich kennen Sie Salzburg schon. Aber kennen Sie auch den goldenen buddhisti­schen Stupa direkt auf dem Mönchsberg, hoch über der Altstadt? Wir wollen uns mit dem Reiz und der Problematik religiöser Vielfalt in der ehemals Fürstbischöflichen Residenzstadt in Vergangenheit und Gegen­wart befassen. Brigitte Huemer, die ein Großteil ihres Lebens in Salzburg verbracht hat, wird uns interessante Kontakte vermitteln. Natürlich wird es nicht ganz ohne Mozart gehen, und erst recht nicht ohne Kaffeehausbesuch – versprochen!

Wir fahren diesmal bequem mit dem Zug, Abfahrt: 7.55 Uhr (Meridian) am Hauptbahnhof, vermutlich Gleis 10 am Holzkirchner Flügel­bahn­hof (bitte planen Sie 5-10 Minuten Zeit für den Weg zum Gleis ein). Treffpunkt am Gleis, 10 Minuten vor Abfahrt. Achten Sie bitte auf mögliche Gleis­änderungen! Die Fahrkarten sind im Preis enthalten, besorgen Sie sich bitte nicht selbst Tickets. Ankunft Salzburg 9.41, Rückfahrt: 17.15 – 19.06 Uhr.

Teilnahmekosten: 30 Euro

Anmeldung erforderlich, max. 35 TeilnehmerInnen. Anmeldung durch Überweisung von 30 € auf Konto IBAN DE79 7019 0000 0000 3165 98 (bei Überbuchung Rückerstattung). Für evtl. kurzfristige Kontaktaufnahme vor dem oder am Abreisetag erreichen Sie uns unter Tel. 1588 1260 oder 0177/2098325 (Dr. Wimmer).

Ägypten – Byblos – Europa

Auf den Spuren der Entstehung unserer Alphabetschrift

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Dienstag, 21. März 2017, 18.00 Uhr
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Gabelsbergerstr. 35 (Bus 100 Pinakothek, Tram 27 Karolinenplatz, U2/8 Königsplatz), Eintritt frei

Die Geschichte unseres Alphabets reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück und hat ägyptische Wurzeln. Wann genau, wo und vor allem wie aus den komplexen Schriftsystemen des Alten Orients eine neue, vergleichsweise einfache Buchstaben­schrift erwuchs, wird in der Forschung debattiert. Neuere Funde beleuchten, wie aus dem Zusammenwirken von Kulturen eine der großen Errungenschaften der Menschheit wurde.

Eine Veranstaltung des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in Kooperation mit der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft und den Freunden Abrahams.

Reihe: Auf den Spuren der islamischen Gelehrsamkeit

ReiheMuhyi d-Din Ibn ʿArabi

Halbtagsseminar mit Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi
— verschoben auf Herbst 2017! —
Münchner Forum für Islam, Hotterstr. 16
Teilnehmerzahl: max. 25, Seminargebühr: 20,- € (erm. 15,- €)

Muhyi d-Din Ibn ʿArabi (gest. 1240) zählt zu den herausragenden und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten der islamischen Geistesgeschichte. Es ist aber vor allem die Originalität seines Geistes, die seine Gedanken so reizvoll machen. Seine Ansichten sind derart bewegend und tiefgreifend, dass man gegenüber dem Magister Magnus kaum gleichgültig bleiben kann. Seinen zahlreichen Schriften zu diversen Themen und Disziplinen der Religion des Islams erschweren den Versuch Ibn ʿArabī nur einem einzigen Fachgebiet zuzurechnen. Doch die islamische Mystik dürfte deshalb seine geistige Heimat gewesen sein, weil kein Gedanke von ihm ohne eine spirituelle und existentielle Wendung auskommt.

Die Veranstaltung hat das Ziel, der Person, dem Werk und den Grundlinien seines Denkweges nachzuspüren. Vor allem wird im Workshop Ibn ʿArabīs Gottes­vorstel­lung, Gott-Mensch-Beziehung und die Bedeutung der Liebe mit zentralen Texten vorgestellt, analysiert und diskutiert.

Konzipiert ist die Veranstaltung in zwei Phasen: in der ersten Phase wird in das Leben und Werk von Ibn ʿArabī eingeführt und in einem intensiven Austausch mit den Teilnehmern diskutiert. In der zweiten Phase soll Ibn ʿArabī selbst zur Sprache kommen, indem einige ausgewählte Texte von ihm gelesen, analysiert und deren Bedeutung für die Gegenwart herausgestellt werden (Die Texte werden zeitnah zur Verfügung gestellt).

Anmeldung unter info@freunde-abrahams.de oder Tel. 089 / 15881260 (Anrufbeantworter)

Zur Einführung:

Chittick, William, The Sufi Path of Knowledge: Ibn al-Arabis Metaphysics of Imagination. Albany 1989.

Chittick, William, Ibn Arabi, in: S. H. Nasr / O. Leaman (Hgg.): History of Islamic Philosopy. London 1996, 497-523.

Hirtenstein, Stephan, Der grenzenlos Barmherzige – Das spirituelle Leben und Denken des Ibn Arabi. Xanten 2008.