The „Ways of Horus“ in North Sinai

The Ancient Landbridge between Egypt and the Levant

Vortrag von Prof. em. Dr. Eliezer Oren, Ben-Gurion-Universität Beer-Sheva
in englischer Sprache

Donnerstag, 27. September 2018, 18.15 Uhr
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Gabelsbergerstr. 35 in München
(Eintritt frei)

In den Jahren 1972 bis 1982 führte die Ben-Gurion-Universität umfangreiche archä­o­logische Erkundungen im nördlichen Sinai durch, zwischen Gaza und dem Suez-Kanal. Mehr als 1300 Fundstätten wurden dabei dokumentiert, von der prä­historischen bis zur osmanischen Epoche. Der Vortrag behandelt die Erkenntnisse zur pharaonischen Verwaltung des Sinai und zu den wirtschaftlichen und kulturellen Interaktionen Ägyptens mit der Levante im Neuen Reich.

Prof. Eliezer Oren leitete die israelischen Grabungen an der Nordküste des Sinai. Er ist heute Emeritus an der Abteilung für Bibel, Archäologie und Alter Orient an der Ben-Gurion-Universität des Negev, Beer-Sheva. Er lehrte unter anderem an den Uni­ver­si­täten in Harvard, New York, Paris, Heidelberg.

Eine Veranstaltung der Freunde Abrahams in Kooperation mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst.

 

Libanon – Informationsabend

Libanon

Informations- und Vorbereitungsabend zur Reise

mit Mohamad Saleh und Stefan Jakob Wimmer

Dienstag, 18. September 2018, 19.00 Uhr
Restaurant „Cardamom“, Gabelsbergerstr. 50

Ein Abend über den Libanon und mit libanesischer Küche – der besten des Orients! – für Interessierte an der Reise, am Land an sich, oder eben an der Küche …

 

Die Reise finden Sie hier!

Die arabische Bibel

Neue Quellen, neue Fragen, neue Forschungsansätze

Vortrag von Prof. Dr. Ronny Vollandt, LMU

Mittwoch, 7. November 2018, 19.00 Uhr
St. Ludwig, Pfarrsaal, Ludwigstr. 22 in München (U3/6, Universität)
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

In den islamisch geprägten Kulturräumen des Mittelalters entstanden bedeutende Übersetzungen der Bibel ins Arabische, sowohl von jüdischen wie auch von christ­lichen Gemeinschaften. Arabische Christen, aber ebenso etwa die kleine Gemein­schaft der Samaritaner in Palästina/Israel, verwenden sie bis heute.

Dennoch wurden die arabischen Versionen des Alten und des Neuen Testaments, zu denen bisweilen apokryphe Bücher hinzukommen, in der Forschung wenig beach­tet. Professor Vollandt, der unter anderem an der Hebräischen Universität Jerusalem Arabisch studiert hat, ist seit 2015 Professor für Judaistik an der LMU. Ihm ist maßgeblich zu verdanken, dass hier ein neues Forschungsfeld Konturen an­nimmt, die er uns in seinem Vortrag skizzieren wird.

Abrahams TreffIm Anschluss wird es wieder die Gelegenheit zu ABRAHAMS TREFF in einer nahe gelegenen Gaststätte geben.

Manfred-Görg-Preis 2018

Die Gesellschaft Freunde Abrahams verleiht 2018 den Manfred-Görg-Preis für religionsgeschichtliche Forschung und interreligiösen Dialog unter dem Motto: „Religion verpflichtet zur Offenheit!“.

Der Seniorpreis 2018 geht an

Rabbiner Steven Langnas
für seine Initiative „Münchner Lehrhaus der Religionen“.

Steven Langnas ist Rabbiner an der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, amtierte von 1998 bis 2011 als deren Gemeinderabbiner, und ist Dozent an der LMU. Mit dem von ihm initiierten „Münchner Lehrhaus der Religionen“ öffnet er neue Wege des Austauschs und des Miteinanders für Juden, Christen und Muslime in unserer Stadt.

Der Juniorpreis 2018 geht an

Benedikt C. Breil
für seine Seminararbeit „Symbolische Handlungen im christlich-islamischen Dialog“.

Benedikt Breil hat als Schüler am Gisela-Gymnasium im W-Seminar „Islamische Philosophie“, betreut von OStRin Eva Straub-Kölcze, in überzeugender Weise Inhalte und Anliegen der Freunde Abrahams bearbeitet und ein Zeichen für einen lebendigen interreligiösen Dialog an seiner Schule vorgelegt.

Ein „Sonderpreis“ geht 2018 an

Gönül Yerli

für ihre Masterthesis „Der Islam als Partner in der interreligiösen Praxis und sein Beitrag zum Gemeinwesen am Beispiel des Zusammenlebens in Penzberg“ und ihr langjähriges Engagement für den interreligiösen Dialog.

Die Preisverleihung findet statt am Sonntag 16. September 2018 um 17 Uhr im Karmelitersaal.

Wir bitten um Anmeldung unter info@freunde-abrahams.de oder Telefon 089/15881260.

Mit dem Manfred-Görg-Preis werden alle drei Jahre Abschlussarbeiten, B.A.- oder M.A.-Arbeiten, Zulassungsarbeiten u. dgl. sowie Promotionsarbeiten prämiiert. Sie müssen bis zum Ende des Wintersemesters vor der jeweiligen Preisverleihung abgeschlossen und vor Beginn des Sommersemesters bewertet sein und sollen nicht älter als 2 Jahre sein.
Kandidat/innen können sich selbständig bewerben oder von einer Institution vorgeschlagen werden. Eine Empfehlung oder gutachterliche Stellungnahme durch eine Institution bzw. eine/n Hochschullehrer/in ist in jedem Fall hilfreich. Der „Junior-Preis“ ist mit 1.000 Euro dotiert.

Weiteres unter Manfred-Görg-Preis!

Abrahamisches Friedensgebet 2018

zum 80. Geburtstag von Manfred Görg

Sonntag, 16. September 2018, 14 Uhr, Heiliggeistkirche München

Wir setzen die vor zwei Jahren begonnene Tradition eines Abrahamischen Friedensge­bets auch in diesem Jahr fort. Im terminlichen Umfeld des Todestages von Manfred Görg († 17.9.2012) setzen sich dabei VertreterInnen von Judentum, Christen­tum und Islam mit Texten und Inhalten aus ihrer jeweiligen Religion ausein­ander, mündend in Gebete. Dieses Jahr würdigen wir damit zugleich den 80. Geburtstag von Manfred Görg (* 8.9.1938).

Das diesjährige Thema lautet:

„Das Fremde“

Impulse werden beigetragen von:

Rabbiner Steven Langnas (Israelitische Kultusgemeinde)
Frau Gönül Yerli, M. A. (Islamische Gemeinde Penzberg, Münchner Forum für Islam)
Dr. Hubert Brosseder (Freunde Abrahams)

Dazwischen Zeit zum Nachdenken mit musikalischen Beiträgen aus den Religionen.

26Im Anschluss an diese spirituelle Feier laden wir zur Verleihung des Manfred-Görg-Preises 2018 ein, und zwar um 17 Uhr in den Karmelitersaal. Bitte halten Sie sich den Tag frei!

 

Ikonen

Fenster der Ewigkeit – Vorbilder für Menschen

Vortrag und Führung von Archimandrit Peter Klitsch

Dienstag, 23. Oktober 2018, 19.00 Uhr
St. Salvator, Salvatorstr. 17 in München (Anfahrt: U Odeonsplatz)
Eintritt frei, Spenden willkommen

Die orthodoxen Kirchen verehren die Ikonen und die darauf abgebildeten Heiligen Personen als Träger der unsichtbaren Gnade Gottes. Die strenge byzantinische Ikono­graphie soll diese unsichtbare Gnade Gottes den Menschen offenbaren und zur Anteilnahme an der Heiligkeit aufrufen.

Die heiligen Ikonen sollen also die Gläubigen ermutigen, den Weg vom Bild zur Ähnlichkeit Gottes hin weiter zu gehen, wie es die Heiligen Personen auf den Ikonen getan haben und deshalb verherrlicht wurden. Anhand von Beispielen wird die Spiri­tu­a­lität und Mystik der Ikonen als „Bücher der Analphabeten“ erläutert und be­schrieben.

Archimandrit Peter Klitsch ist Pfarrer der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Verklärung des Erlösers zu München (Salvatorkirche).

Stadtjuden und tanzende Derwische

TagesfahrtTagesausflug nach Fürth und Nürnberg
Samstag, 21. Juli 2018, 8.00 bis ca. 19.00 Uhr

Wer etwas über Juden in Bayern wissen will, kommt an Fürth nicht vorbei. Diese Stadt nahe Nürnberg war vom 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert das bedeutendste jüdische Zentrum Süddeutschlands. Aufgrund ihrer zahlreichen Synagogen, Talmud­schulen, wohltätigen Stiftungen und Buchdruckereien war die Fürther jüdische Gemeinde in aller Welt bekannt.

Doch wie kam es gerade im Marktflecken Fürth zu dieser außerordentlichen Blüte jüdischen Lebens? Diese und weitere Fragen werden bei einer Führung im Fürther jüdischen Museum, das gerade einen neuen Erweiterungsbau erhielt, geklärt. Nachdem wir 2005 in Schnaittach das bayerische Landjudentum kennenlernten, ist in diesem Jahr als Pendant das städtische Judentum unser Ziel.

Nach einer Stärkung fahren wir weiter zu einer ganz anderen religiösen Erfahrung. In Nürnberg besuchen wir den Mevlevi-Orden, eine Sufi-Gemeinschaft, die in der Tradition des großen islamischen Gelehrten, Dichters und Mystikers Mevlana Dschalaleddin Rumi steht. Süleyman Wolf Bahn, vom Mutterhaus in Konya autorisierter Lehrbeauftragter für den deutschen Zweig des Ordens, gibt uns mit seinen Schülern einen Einblick in den Ausbildungsweg eines Derwischs. Hierzu gehören die islamischen Pflichtgebete, das Repetieren der Namen Gottes und anderer Lobpreisungen aus dem Koran (Dhikr), Lehrgespräche über die Schriften Rumis und das Erlernen des Drehrituals (Sema). Die von Musik begleitete Rotation erfolgt in Richtung des Herzens und versinnbildlicht die Liebe für die Schöpfung und die Hingabe an Gott. – Wir haben die Möglichkeit, mit den Mitgliedern der Gruppe ins Gespräch zu kommen.

Abfahrt: 8.00 Uhr (s. t.) am Prof.-Huber-Platz (vis-à-vis LMU-Hauptgebäude)

Teilnahmekosten: 35,- €

Anmeldung erforderlich, max. 35 TeilnehmerInnen.

Anmeldung durch Überweisung von 35 € auf Konto IBAN DE79 7019 0000 0000 3165 98 (bei Überbuchung erfolgt Absage und Rückerstattung).

Für evtl. kurzfristige Kontaktaufnahme vor dem oder am Abreisetag erreichen Sie uns unter Tel. 1588 1260 oder 0177/2098325 (Prof. Wimmer).

Der Freistaat und die Religion(en)

HauptvortragBayern – christlich, säkular oder multi-religiös?

Vortrag von Dr. Johannes Friedrich, Landesbischof i. R.

Montag 29.10.2018, 19 Uhr
Karmelitersaal, Ehem. Karmelitenkirche, Karmeliterstr. 1/Promenadeplatz
Teilnahmegebühr: 8,- € (erm. 7,- €)

2018 werden in Bayern zwei große Jubiläen gewürdigt: Am 26. Mai 2018 jährt sich der Erlass der ersten bayerischen Verfassung zum 200. Mal. Am 8. November 2018 feiert der Freistaat Bayern seinen 100. Geburtstag. Heute garantiert die bayerische Verfassung, wie das deutsche Grundgesetz, Religions­freiheit.

Welche Rolle hat Religion – und haben die verschiedenen Religionen – heute in Bay­ern, und warum bleiben sie wichtig für den säkularen Staat? Welches Verhältnis pflegen die Religionen untereinander? Ist der interreligiöse Dialog in Bayern Realität oder Utopie?

Dr. Johannes Friedrich war Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern von 1999 bis 2011. Er ist, zusammen mit seiner Frau Dorothea, Mitglied im Kuratorium der Freunde Abrahams.

Eine Veranstaltung der Freunde Abrahams in Kooperation mit der Evan­gelischen Stadtakademie, dem Fachbereich Dialog der Religionen des Erzbischöflichen Ordinariats und dem Münchner Forum für Islam.

Post von Elias Levita

Ein fränkisch-jüdisches Gelehrtenleben im Europa der Renaissance anhand neu entdeckter Briefe in der Bayerischen Staatsbibliothek

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer

Dienstag, 15. Mai 2018, 18.30 Uhr
Bayerische Staatsbibliothek, Gärtnersaal (1. OG), Ludwigstr. 16
Eintritt frei

Aus Neustadt an der Aisch stammt einer der berühmtesten jüdischen Humanisten, der den Großteil seines Lebens in Italien wirkte: Elijahu ha-Levi Aschkenasi (ca. 1470–1549), latinisiert Elias Levita, lebte in Rom im Haus­halt des Kardinals Viterbo, wirkte in Venedig, einem Zentrum des hebräischen Buchdrucks, gründete in Isny im Allgäu mit dem Reformator Paul Fagius zusammen die erste hebräische Druckerei Deutschlands. Zwei Briefe aus seiner Hand sind jüngst in den Beständen der Bayerischen Staats­bibliothek identifiziert worden und geben Anlass, das Leben des Elias Levita und seine Zeit neu zu beleuchten.

Anmeldung erbeten bei der Bayerischen Staatsbibliothek unter: veranstaltungen@bsb-muenchen.de oder Tel. 089/28638-2115.

Ethik der globalen Teilhabe

Grundsätze für Klimaschutz und Armutsbekämpfung bei Papst Franziskus
und Amartya Sen

Vortrag von Stefan Einsiedel

Montag, 4. Juni 2018, 19.30 Uhr
im Pfarrheim St. Margaret, Margaretenplatz 5 c (U6 Harras)
Eintritt frei (Spenden willkommen)

Kann Klimaschutz gelingen, wenn Millionen von Armen in die Mittelschicht aufsteigen und dadurch Konsum und Energieverbrauch ansteigen? Sind Demokra­tien in der Lage, die Herausforderungen von Klimawandel und Armutsbekämpfung zu meistern oder stört zu viel Mitsprache bisweilen?

Aktuell ist es nicht immer klar, ob und wie Demokratien, freie Märkte und offene Gesellschaften am besten zu nachhaltigem Wachstum beitragen.

Stefan Einsiedel, Biologe und Volkswirt, Mitarbeiter am „Zentrum für Globale Fragen“ an der Hochschule für Philosophie, promoviert aktuell an der Universität Eichstätt über „Die Bedeutung von Partizipation beim Kampf gegen Armut und Klimawandel“. Dafür schöpft er vor allem aus den Werken des Wirtschafts­nobel­preisträgers Amartya Sen und von Papst Franziskus und forschte in indischen Slums und Urwalddörfern. In seinem Vortrag argumentiert er, dass Teilhabe und Bildung die entscheidenden Schlüssel für Frieden und nachhaltige Entwicklung sind.

In Kooperation mit dem Pfarrverband Sendling.